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Unsere China Reise vom 24.04. bis 09.05.2002


 IV

Yangtze Kiang Schluchten



 click, für großes Bild in neuem Fenster Unsere Reise auf dem drittlängsten Fluss der Erde, dem Yangtsekiang (teils auch Jangtsekiang geschrieben, aber meist Yangtse gesagt; die Chinesen nennen ihn Chang Jiang.) beginnt. Hier der Blick von einer alten Pagode herab auf unser nobles Schiff "Paradies". Es ist das rechte der beiden Kreuzfahrtschiffe. Sämtliche Touristenschiffe, von denen es so einige gibt, sind allerdings ähnlich gebaut und ähnlich groß.
Yangtse Kiang heißt übersetzt "Langer Fluss" und lang ist er wirklich: von seiner Quelle im tibetanischen Hochland bis zur Einmündung ins Gelbe Meer bzw. den Pazifik bei Shanghai misst er 6.300 km. Nur der Amazonas und der Nil sind länger. Unser Ausgangspunkt auf dem Fluss ist die Millionenstadt Chongqing, die bei uns eigentlich keiner kennt. Endpunkt der Reise wird nach 2.373 Kilometer Flussfahrt die Metropole und Millionenstadt Shanghai sein. Wir Rheinländer freuen uns auf den Yangtze!

 click, für großes Bild in neuem Fenster Unser erster Stop und Landgang ist am nächsten Vormittag nach der abendlichen Einschiffung in Chongqing: Er wird am roten, pagodenartigen Tempel mit dem Namen Shibaozhai, zu deutsch 'Steinschatzfestung' gemacht. Angelehnt an einen markanten Felsturm wächst diese wunderschöne Anlage in zwölf Stufen nach oben. Über enge Treppen kann man - sofern man gut zu Fuß ist - von diesem Eingang auf dem Bild innerhalb der Pagode bis auf die Spitze steigen. Nach der Flutung des Jangtse würde der untere Teil im Wasser verschwinden. Durch einen Wall um den Felsen, soll die Pagode jedoch erhalten bleiben.

 bitte klicken Auf dem Bild die Frontansicht der Pagode Shibaozhai. Oben auf der Felskuppe geht die Anlage jedoch weiter mit mehreren Hallen, in denen der Jadekaiser und die Kaiserin mit Generälen sitzen, sowie Wohn- und Beträumen verbunden durch einem wunderschönen Innenhof mit Teich und einem Riesensalamander darin. Für die umliegenden Bewohner stellt diese zur begehrten Touristenstätte gewordene Pagode einen herzlich willkommenen Nebenerwerbszweig dar, denn viele Buden mit allerlei Souvenirs säumen den Weg hinab bis zur Anlegestelle. Einen traurigen Anblick bieten aber die - wegen des Staudamms - bereits verlassenen und schon halb abgetragenen Häuser. Und es wird weiter von den Einwohnern abgebaut. Stein für Stein, Ziegel um Ziegel. Offenbar soll das gewonnene Material an anderer Stelle wieder Verwendung finden.

 bitte klicken Kunstvoll angelegte Reisterrassen gibt es noch um Shibaozhai. Sie werden durch die Flutung des Yangtze mitsamt der Häuser leider untergehen. Rechts oben im Dunst die neue, bereits fertiggestellte Stadt, in die die unteren Bewohner umziehen müssen. Das Wetter meint es heute nicht sehr gut mit uns, denn es nieselt zeitweise und die Umgebung verschwimmt stark im Dunst.

 bitte klicken Unser Schiff auf dem Mittellauf des Yangtse Kiang. Bei dem bisher jährlich üblichen Hochwasser kann der Fluss um ca. 30 m ansteigen und füllt dann das Tal breit aus. Die fehlenden Büsche und Bäume zeigen die Höhe des normalen Hochwassers entlang der Uferberge ziemlich deutlich an. Nach der Fertigstellung des Staudamms wird auch hier das Wasser kräftig steigen und einen lang gestreckten See bis nach Chongqing hinauf bilden. Seine Länge wird mehrere Hundert Kilometer messen und in dieser Region vieles verändern.

 bitte klicken Diese wunderschöne Brücke wird wohl erhalten bleiben, da Bauarbeiten an einer neuen Brücke nicht erkennbar sind. Der Anstieg des Chang Jiang auf die Minimal- und Maximalhöhe zwischen 135 und 175 m wird stets von Meereshöhe aus berechnet. An den Ufern sind im Flutungsbereich übrigens in regelmäßigen Abständen Markierungen angebracht, die diese Pegel bereits jetzt aufzeigen und eine Vorstellung von der künftigen Wassergrenze vermitteln. Dadurch wird auch klar, dass die Schluchten des Yangtse Kiang, die uns zu dieser Reise bewogen haben, keinesfalls verschwinden. Eine weitere Reise hierher nach der Flutung mit dem breiteren Wasserstand dürfte vielmehr interessant werden.

 bitte klicken Vorne taucht eine neu gebaute Stadt auf. Die alte Stadt mußte wegen des Staudamms höher gelegt werden. Alle neuen Städte sind bereits fertig, auch wenn sie noch nicht vollständig bezogen sind. Eine unglaubliche Leistung, die hier in kürzester Zeit vollbracht worden ist. Der größte Teil der Bewohner, die von der Flutung betroffen sind, kann daher in seiner bisherigen Wohngegend bleiben. Dennoch ca. 1/2 Mio. Menschen müssen aus ihrer Heimat wegziehen.

 bitte klicken Selbst kleine und kleinste Schiffchen schippern auf den Fluten des Yangtze. Die braune Farbe zeigt an, dass der Fluss viel Erdreich, insbesondere Lössboden vom Ufer abgerissen hat und nun über weite Strecken mit sich führt. Aber auch andere Dinge wie etwa Müll und sonstige Abwässer wandern den Fluss mit hinab. Das Umweltbewußtsein scheint mir noch nicht sehr stark ausgeprägt zu sein. Fisch gibt es hier aber offensichtlich genügend, denn man sieht immer wieder Fischer am Ufer, die mit Netzen an langen Stangen das Wasser durchsieben. Sogar Flussdelfine soll es jedenfalls am Unterlauf des Jangtse (noch) geben. Die Streifen an den Uferbergen sind schmale Reisterrassen.

 bitte klicken Unser Schiff nähert sich der ersten der drei Yangtse-Schluchten. Sie verläuft unterhalb des markanten Berges halbrechts auf dem Bild. Alle sind an Deck, um das Spektakel der Durchfahrt zu genießen. Besonders auf dem vorderen Teil des Schiffes ist kaum noch ein Platz zu ergattern. Und das Fotografieren wird wegen der vielen Köpfe, die nicht gerade auf dem Bild sein sollen, schwierig. Ein etwas besseres Wetter hätte ich mir allerdings gewünscht. Es macht uns Kummer, denn schon seit der Abfahrt in Chongqing bleibt es diesig und nieselt immer wieder zwischendurch, wie die Fotos ja auch zeigen.

 bitte klicken Unsere Durchfahrt durch die kürzeste der drei Großen Yangtze Schluchten. Sie heißt Qutang-Schlucht und ist nur circa 8 km lang, jedoch besonders spektakulär. Auf Grund der starken Strömung ist unser Schiff bereits in 20 Minuten hindurch. Längere Zeit in dieser Schlucht wäre mir natürlich lieber gewesen, um das herrliche Panorama verinnerlichen zu können. Wegen der Strömung und der Minimalbreite der Schlucht von nur 60 m fahren die Schiffe hier im Einbahnverfahren. Die max. Tiefe des Flusses beträgt dagegen ca. 110 m. - Die hässliche Stange vorne am Bug hat mich auf der ganzen Tour geärgert, da man sich beim Fotografieren drehen und wenden konnte, wie man wollte, sie ziert dennoch fast jedes Bild.

 bitte klicken In früheren Zeiten konnte man sogar - sicher mit viel, viel Mut - durch diese Schlucht laufen. Noch heute sind die Überreste des an die Felswand gebauten Holzsteges erkennbar mit den tiefen Löchern im Gestein (zum Einstecken der Balken) sowie den aus dem Fels gehauenen, weiteren Pfad. Der Weg wurde die Mengliang-Stegstrecke genannt. Hoch oben auf der linken Seite wurden in mehreren Felsspalten Holzsärge gefunden. Durchreisende hielten jahrhundertelang diese Särge für Schachteln, in denen der legendäre Tischler Lu Ban seine Blasebälge - zur Beruhigung der Fluten des Chang Jiang - aufbewahrte. Daher stammt auch der weitere Name Blasebalg Schlucht.

 bitte klicken Erst 1971 wurden die Särge tatsächlich geöffnet und man fand allerlei Beigaben neben den Knochen der Bestatteten. Auch große und kleinere chinesische Schriftzeichen sind in den Felswänden zu entdecken. - Die Berge türmen sich hier bis zu einer Höhe von 1.500 m auf. Es ist ein gewaltiger Anblick, der offenbar schon vor Jahrtausenden die Menschen fasziniert hat. Denn kurz hinter der Schlucht gibt es eine Fundstätte der Daxi, einer Kultur von vor 5.000 bis 6.000 Jahren. Es soll die erste Zivilisation in diesem Yangtse Gebiet gewesen sein.
 

Fortsetzung: Wu Xia und Xiling Schlucht


 



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