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Unsere China Reise vom 24.04. bis 09.05.2002


 II

Chinesische Mauer



 click, für großes Bild in neuem Fenster Der Sommerpalast des Kaisers beim Dunkelwerden und leider etwas trübem Wetter. Dieser Palast und weitere vielfältige Bauten wie Pavillons, Tempel, Brücken, lange überdachte und kunstvoll bemahlte Wandelgänge findet man in dieser romantisch angelegten Gartenlandschaft. Auch der See ist zum großen Teil künstlich erweitert worden. Yiheyuan heißt dieser Park und bedeutet Park der Gehegten Harmonie; Künstliches und Natürliches sollten hier harmonisch miteinander verbunden werden. In der Zeit des Boxeraufstandes 1860 verwüsteten britische und französiche Truppen den ersten Palast. Die Kaiserwitwe Cixi ließ ihn jedoch in seiner heutigen Form wieder aufbauen und verwendete dazu die Gelder, die an sich für den Aufbau einer Flotte bestimmt waren. Eine weitere Schwächung Chinas den europäischen Kolonialmächten gegenüber war damit natürlich verbunden.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Nur ca. 80 km nord-westlich von Peking liegt einer der spektakulärsten Abschnitte der Chinesischen Mauer. Am Badaling Pass windet sich dies Wunderwerk menschlichen Schaffens durch eine grandiose, bergige Landschaft. Steil geht die Mauer hier bergauf und bergab, verschwindet hinter Bergen, taucht an anderer Stelle wieder auf bis sie sich in weiter Ferne verliert. Als Weltwunder bekannt ist diese etwa 6.000 km lange Mauer ja jedem Kind, doch das tatsächliche Erleben und Sehen dieses unglaublichen Bauwerkes war für mich absolut überwältigend. Eine derartige Faszination hätte ich nicht erwartet; es ist wirklich unvorstellbar. Ca. 1 Mio Menschen sollen dieses Wunderwerk - sicherlich zwangsweise - errichtet haben.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Begonnen wurde mit dem Bau der Mauer bereits vor ca. 2.500 Jahren. Zielstrebig ausgebaut und fertiggestellt wurde dieses gigantische Projekt allerdings erst unter den Mingkaisern ab dem 14. Jahrhundert. Der Bau sollte dem Schutz des Reiches der Mitte vor den mongolischen Reiter Völkern im Norden Chinas dienen. Wie auf den Bildern erkennbar, war das Bollwerk angesichts seiner Breite auch bequem begehbar und bei ebenem Gelände sogar befahrbar. Wachtürme wurden zudem ca. alle 200 - 300 m errichtet. Die Soldaten, die hier in der Einsamkeit Wache schieben durften, waren sicher nicht zu beneiden und werden das Bauwerk aus tiefstem Herzen verflucht haben; von den Bauarbeitern und Staatssklaven ganz zu schweigen.

 bitte klicken Eigentlich unvorstellbar, wie ein solches Projekt in dieser Landschaft verwirklicht werden konnte. Von der Planung des Verlaufs der Mauer bis hin zur tatsächlichen Fertigstellung. Hunderttausende von Arbeitern mussten ausgerüstet, untergebracht und verpflegt werden. Steine mussten geschlagen, auf höchste Höhen und in tiefste Täler geschleppt und irgendwo in die Mauer eingefügt und vermörtelt werden. Ein Felsquader nach dem anderen. Und das alles so akurat und harmonisch, wie es jetzt zu sehen ist.
Und unsereiner kommt heute gemütlich vom reichhaltigen Mittagessen im Touristenstädchen Badaling, überlegt, ob er links oder nach rechts auf der Mauer hochwandern will und macht sich dann auf den Weg; alsbald keuchend und mit diversen Ruhepausen, ohne einen einzigen Stein bewegt zu haben. Die Bewunderung für die Leistung der alten Chinesen steigt ins Unermessliche, je höher man kommt.

 bitte klicken Wir sind nach links hoch gegangen. Es ist der steilere, aber kürzere Weg nach oben. Entscheidend war für mich allerdings der Sonnenstand am Nachmittag. Beim Blick hinüber übers Gebirge mit der sich unendlich dahin windenden Mauer hatten wir auf dieser Seite jetzt nämlich die Sonne im Rücken. Drüben werden sie sich wohl mächtig beim Fotografieren geärgert haben. Und es sind Massen an Touristen, die sich nach oben wälzen. Obgleich sich kein ausländischer Tourist die Mauer entgehen lässt, die chinesischen Touristen sind - wie überall in China - mit ihren schwarzen Haarschöpfen bei weitem in der Mehrzahl. Ganz leicht ist der Aufstieg auf beiden Seiten aber nicht. Einige Kondition ist schon erforderlich. Die Mühe lohnt sich aber allemal. Wer's einfacher will, kann übrigens auch mit einem Sessellift nach oben gondeln.

 bitte klicken Dieses grandiose Bauwerk ist übrigens die einzige von Menschenhand erschaffene Grenzlinie, die aus dem Weltraum mit bloßem Auge erkennbar ist. - Eine besondere Faszination der Mauer ergibt sich wie hier auf dem Bild zu sehen, wenn das Bauwerk sich über einen krummen Bergrücken windet. Es wirkt unglaublich harmonisch und beschwingt. Unten im Tal eine der ausgezeichneten, meist autobahnähnlichen, neuen Straßen, die das ganze Gebiet von Peking her erschließen. Kilometerlange Tunnel wurden hier gestochen und die Straßenführung ist teils atemberaubend. Man hat den Eindruck - und so ist es wohl auch - in China ist wirklich alles möglich oder es wird eben möglich gemacht.

 bitte klicken Auf der Höhe ein wirklich berauschender Blick. Auch das Wetter hat es gut mit uns gemeint und die Sicht geht weit. Ganz im Hintergrund windet sich die Mauer steil nach oben und verschwimmt in der Ferne. Auf der Rückfahrt nach Peking wird sie allerdings wieder an den unmöglichsten Stellen wuchtig und zugleich beschwingt auftauchen, hoch oben an einem steilen Berggrat entlang ziehen, plötzlich tief nach unten wegknicken und ebenso plötzlich wieder hinter einem Bergrücken verschwinden. Auch das ein Erlebnis, das sich tief in meine Erinnerung eingebrannt hat.

 bitte klicken  bitte klicken Die Steilheit der Mauer an diversen Abschnitten zeigt sich eindrucksvoll auf dem Bild. Geländer bieten hier aber guten Halt. Auch an Toiletten hatten die alten Chinesen gedacht. - Nicht überall ist die Mauer so bequem zu besichtigen und erhalten wie bei Badaling. In dieser spektakulären Landschaft wurde sie vielmehr über viele Km restauriert. Wegen der Nähe zu Peking ist dieser Bereich daher ein Touristenort erster Güte geworden. Besucher aus der ganzen Welt geben sich hier ein Stelldichein. Auch für Staatsgäste ist dieser Ort ein Muß, wie Fotographien von z.B. Carter und Gorbatschow in den Restaurants zeigen. Je höher man kommt, um so rarer werden die Besucher und um so angenehmer wird das Erlebnis der Besichtigung. Leider gibt es aber selbst weit oben noch Souvenirverkäufer, die die chinesische Tugend der Zurückhaltung schon völlig verloren haben und immer wieder belästigen.

 bitte klicken Der höchste Punkt ist für uns erreicht. Auf dem Bild im Hintergrund beginnt der verfallende Bereich der Mauer, die rechts über den Berg bis in die ferne Provinz Sinkiang hinein weiterzieht. - Wir dagegen fliegen nur ca. 900 km in süd-westliche Richtung bis nach Xi'an. Gerne wären wir länger auf der Mauer geblieben, leider wir müssen jedoch zurück. Dieses Bauwerk verdiente wirklich mehrere Besuchstage, um seine Größe, die in ihm steckende menschliche Leistung und Einmaligkeit zu verinnerlichen. Einen kleinen Zipfel davon haben wir wenigstens erfaßt.

Fortsetzung: Xian mit Terrakotta Armee


 



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