Xiling Gorge in China

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Unser erfahrener Kapitän Lee hat es tatsächlich geschafft; die drei Schluchten liegen hinter uns. Wohlbehalten hat er die ihm Schutzbefohlenen an allen Untiefen, verborgenen Felsen, Dämonen, Geistern und Drachen vorbeigeschleust, ohne dass nur einem Einzigen ein Häarchen gekrümmt worden wäre.
Ein wirklich feiner Mann, der nicht nur seinen Yangtze kennt, sondern es auch versteht, Gaumenfreuden und den Anblick hübscher Frauen zu genießen. Sogar zwei Mal lud er zu seinem Dinner ein und zudem noch auf seine Brücke. Es hat mir gefallen: Auf der Brücke, weil ich erstmalig Blick nach vorne hatte, ohne die dusslige, verrostete Stange gleichzeitig am Bug sehen zu müssen. An seiner drehbaren Glasplatte (beim Abschiedsdinner wurden Gabi und ich - neben 3 weiteren Paaren - zu ihm gebeten) weil ich zwei wichtige chinesische Vokabeln lernen durfte, wovon ich leider eine aber wieder vergessen habe. Die Wichtigere jedoch, nämlich 'Ka Bee' oder zu deutsch 'ex = austrinken' habe ich mir merken können, da sie auch meist benutzt wurde. Das vergessene Wort bedeutet dagegen 'nur annippen'. Schon bei der vorausgehenden Einweisung mit einer Flasche guten chinesischen Weins wurden diese Worte vom Reiseleiter gelehrt und uns nahe gelegt, dem Kommando des Kapitäns immer zu folgen.
Eine ältere, folgsame Dame unserer Glasplatte hatte allerdings ihre großen Schwierigkeiten mit den beiden Vokabeln und verwechselte sie dauernd, bis sie sich endlich dazu durchrang, schlicht und einfach bei 'Ka Bee' zu bleiben. Damit lag sie nun meist richtig. Von dem Gejammer der guten Frau am nächsten Tag möchte ich hier aber nicht weiter berichten

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