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Seite 7 vom Bericht Libyen

 

 

    Flagge von Libyen

Reise nach Libyen
 
VI

     

 

 Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir Tin Lallen unseren Treffpunkt mit den Kameltreibern (Chameliers) und deren Kamelen. Hier soll’s morgen also mit unserer Meharée losgehen. Wir sind alle schon sehr gespannt darauf. Zuerst aber die große Begrüßung. Die Tuareg untereinander umarmen sich und haben dann wahnsinnig viel miteinander zu sprechen. Vielleicht über unsere Gruppe? Wir lagern in einem weiten Wadi, das von schwarzem Bergfels und Schutthängen eingerahmt ist. Im recht üppig bewachsenen Flußlauf sucht sich jeder alsbald mit Bedacht sein Schlaflager. Nur nicht zu nahe an die Büsche; Hedwig will nämlich eine Schlangenspur gesehen haben. Die Kamele sind irgendwo beim Weiden im Tal. Später am gemütlichen Lagerfeuer lernen wir unsere neue Tuaregbesatzung kennen, da die Jeepfahrer uns verlassen werden. Die Chameliers heißen aber nicht anders als die bisherigen, nämlich Ahmed, Mohammed, Salah, Ali und sonst aus Tausendundeiner Nacht bekannten Namen. Gesprochen wird mit den Tuareg hauptsächlich in Französisch. Erstaunlich, daß die meisten von ihnen es beherrschen. Untereinander sprechen sie allerdings in ihrer eigenen Berbersprache; es ist das Tamaschek. Charakteristisch für diese Sprache ist ein großer Wortschatz für konkrete Dinge, während Begriffe für Abstrakta weitgehend fehlen. Gewürzt ist das Tamaschek mit Arabisch, der Hauptsprache in Libyen und des ganzen nördlichen Afrika.


 

Jahrtausende haben sich hier verewigt

Bestaunen der Galerien aus der Vorzeit

Fruchtbarkeitssymbol oder neolithische Sauereien?

 




     Wie schon üblich, stehen wir bei Sonnenaufgang ebenfalls auf. Heute ist wieder mal mein Rasiertag. Ein Schälchen mit minimal Wasser muß aber ausreichen, da ab jetzt Wasser besonders kostbar wird; für die nächsten sechs Tage haben die Kamele nämlich alles Notwendige mitzuschleppen. Meine schwierige Rasur mit dem winzigen Spiegel findet Renate so lustig, daß sie unbedingt ein Photo machen will.

     Es bleibt noch ausreichend Zeit, um eine Felswand des Wadis zu erklettern und den Blick von oben herab zu genießen. Tief unten sehe ich unser Lager mit den zwischenzeitlich eingesammelten Kamelen. Vor den anderen komme ich zurück, um mir schon mal mein Kamel auszusuchen. Die Wahl fällt auf ein weißes, für mich jedenfalls edel aussehendes Kamel mit einem so treuen Blick. Es heißt Ebbedit und wird mich auch tatsächlich mit stoischer Ruhe und Gleichmäßigkeit über Sand, Fels und Steine bis ins Ziel tragen. Zu meinem Bedauern steigen wir aber heute noch nicht auf, sondern wir sollen uns erst an die Tiere gewöhnen oder auch umgekehrt und ziehen deshalb unsere Kamele nur an der Strippe hinterher. Die Namen der Kamele werden üblicherweise in Tamaschek nach ihrer Fellfarbe gegeben, wie das Dunkle, das Gelbe, das Braune oder auch das Edle. Die Lastkamele bekommen die Zügel über Zunge und Unterkiefer gebunden, während den Reitkamelen ein Ring durch die (wohl empfindliche) rechte Nüster gezogen wird, an dem der Zügel befestigt ist. Durch einfaches Rechts- oder Linksbewegen oder Anziehen der Zügel wird das Tier gelenkt und gehorcht auch meistens. Nur ungern allerdings wollen sie aus der Kolonne ausscheren. Meinem Ebbedit wurde der Nasenring offenbar schon einmal von der Nase abgerissen.

     Mit 13 Kamelen brechen wir auf und zwar schön ein Kamel immer hinter dem anderen, wie es sich für eine Karawane nun mal gehört. Für alle von unserer Gruppe ist es die erste Meharée. Dementsprechend begeistert ziehen wir los, jeder mit seinem Kamel hinter sich. Zuerst aus dem Wadi heraus auf eine steinige Hochebene mit bizarren Felsformationen. Es ist ein Genuß hier durchzuwandern. Immer wieder gebe ich die Zügel an andere ab, um die Karawane von der Seite sehen zu können. Das Bild der dahinziehenden Kamele mit den verschleierten Tuareg und uns bunten Touristen ist für mich zu faszinierend. Es wirkt biblisch. Man muß sich dann aber sehr sputen, um zur Karawane wieder aufzuschließen. Der Schritt sieht von der Entfernung zwar langsam aus, ist es aber keineswegs. Die Kamele haben hohe Beine und machen einen Schritt, wo unsereiner zwei machen muß. Die Strapazen der früheren Karawanenzeiten kann ich mir jetzt recht gut vorstellen.

     Bald nach Überquerung der Ebene besuchen wir einen Felsüberhang mit Zeichnungen darunter. Etwas verborgen hinter gewaltigen Felsen findet Philipp vergammelte Klamotten und einen verrosteten Kochtopf, die an einer Schnur aufgehängt über der Erde baumeln. Offenbar von einem ehemaligen Hirten. Sein Schlafplatz schien nebenan in einem mit Stroh ausgelegtem Felsloch gewesen zu sein. Die lange Mittagspause nutze ich zur weiteren Erforschung der Umgebung. Riesige pilzförmige Felsen - wie wir sie noch öfter treffen sollten - beeindrucken mich sehr. Die Kamele hoppeln oder trippeln mit locker zusammengebundenen Vorderbeinen zwischen den Büschen herum und entfernen sich trotz der Fesselung immer weiter vom Lager. Später müssen sie wieder eingesammelt werden, was manchmal schon sehr lange dauern kann, da sie sich in alle Richtungen verteilen. Die armen Tuareg, die im übrigen nie geritten sind, legen diese Strecken noch zusätzlich zurück. Aber Fressen müssen die Kamele nun mal; bei leichteren Touren - wie unsere - kommen sie dafür aber fast zwei Wochen ohne Wasser aus. Eine erstaunliche Anpassung der Natur an diesen Lebensraum.

     Spät Nachmittags noch ein Stündchen bis zum heutigen Lager. Auf einer hochgewehten Düne, direkt an der Seitenfelswand des Wadis richte ich mein Nachtlager ein und genieße dort neben der Landschaft auch einen Schluck Osborn. Renate, die es offenbar liebt gegen Abend nochmals alleine loszugehen, sehe ich das Wadital durchqueren und weit zurückwandern. Allmählich verschwindet die Sonne hinter den hohen Felswänden und Abendstimmung kommt auf. Erst bei völliger Dunkelheit zieht es mich zum Lagerfeuer. Ein herrlicher Sternenhimmel wieder über uns und auch Hale-Bopp zeigt sich in voller Pracht. Später geht noch der Mond auf.

     Geschlafen habe ich ausgezeichnet. Ich freue mich auf das Müsli und meinen Pott Kaffee. Heute geht’s also auf die Kamele. Da ich bereits in Tunesien (1983) und in Rajasthan/Indien (1988) je einen Tagesritt unternommen hatte, bin ich - jedenfalls nach Meinung aller anderen - natürlich prädestiniert, als erster das hohe Gefährt zu besteigen. Daher Schuhe aus und in den Sattel. Die Rahla, der vor dem Höcker des Kamels sitzende hölzerne und harte Tuareg-Sattel, ist eine wackelige Angelegenheit und der Hals des Tieres, auf dem man sich mit den Füßen abstützt, auch ganz schön beweglich. Mein Höhenflug beginnt sehr abrupt damit, daß Ebbedit seine Hinterbeine ein Stück entfaltet und ich kopfüber nach vorn schieße. Dann fährt er seine Vorderbeine aus und ich kippe nach hinten und gleich wieder nach vorn, weil er nun die Hinterbeine vollends geradebiegt. Dann ist er endlich oben, und ich bin immer noch obendrauf. Alle klatschen vor Begeisterung. Mit viel wenn und aber gelangt so einer nach dem anderen in die Höhe. Das Spektakel wäre wirklich einen Videoclip wert gewesen! Uli erklärt, daß sie als Reiseleiterin unten bleiben müsse, für alle Fälle. Als wir drei Tage später darauf bestanden, daß sie auch mal reiten dürfe, habe ich so meine Bedenken bekommen, ob sie wirklich nicht reiten sollte oder aber vielmehr in Wirklichkeit nicht wollte. Sie hat’s aber gemacht. Nur Hedwig weigert sich standhaft bis zum Ende der Meharée, jemals ihr Kamel zu besteigen. Gut zu Fuß ist unsere 63-jährige Hedwig aber wirklich. Seit Beginn der Meharée und auch bis zu derem Ende läuft sie stets als allererste mit ihrem Topfhütchen vorne weg, die rote Wasserflasche in der Hand. Irgendwie erscheint Sie mir immer so farblos in der Landschaft, schaut weder nach links noch nach rechts, immer geradeaus. Manchmal frage ich mich auf meinem Hochsitz, weshalb sie eine solche Tour überhaupt mitmacht. Aber die Sahara muß ihr gefallen, denn es ist nicht ihre erste Wüstenreise. Das Bild der alleine, weit vorneweg laufenden Hedwig ist heute meine Haupterinnerung an sie. Und ihre standhafte Weigerung, für uns Plätzchen in der Wüste zu backen.

     Hoch zu Kamel ziehen wir zunächst durch das Wadi Irhar Mellen und biegen später in ein kleines Seitenoued ab. Mir macht es ausgesprochen Spaß. Man sitzt wie auf einem sich bewegenden Stuhl, ziemlich steif und senkrecht, da die Rückenlehne aus Holz ist und wenig zur Bequemlichkeit beiträgt. Aber für die Beine ist es angenehm, man kann sie auf dem Kamelhals gut bewegen und auch übereinander legen. Der Hintern wird allerdings - zumindest in der ersten Zeit - doch ziemlich strapaziert. Nach ca. einer Stunde sitze nur noch ich auf dem Gefährt. Alle anderen ziehen wieder - jetzt mit etwas wundem Po - ihre Kamele. Nachdem anfänglich noch ein Targi (Einzahl von Tuareg) meinen Ebbedit an den Zügeln führte, will ich doch bald ganz selbständig reiten. Es gelingt auch ohne Schwierigkeiten. Ich reite aus der Kolonne raus und reite parallel weiter, um den Seitenanblick auf die Karawane zu haben. Die Landschaft um uns wird allmählich zerklüfteter. Große Felsbrocken liegen herum und auf den Bergen sind bizarre Felsformationen zu sehen. Mit ein bißchen Phantasie sind Elefanten, urtümliche Tiergestalten, Türme und wehrhafte Burgen auszumachen. Daß hier Geister und Dämonen hausen sollen, die insbesondere Nachts ihr Unwesen treiben, erscheint gar nicht mehr so abwegig. Und das Felsgestein - wie schon so oft auf dieser Tour - dunkel bis pechschwarz. Hebt man aber mal einen schwarzen Stein auf, so stellt man erstaunt fest, daß die Unterseite regelmäßig rötlich-braun ist. Es ist nämlich nicht der Stein an sich der schwarz ist, sondern der sog. Wüstenlack. Die Definition dieses Geheimnisses lautet bei Göttler: Glänzende Schwarzfärbung saharischer Gesteine durch Ablagerung von Eisen- und Manganoxiden, die durch Verdunstung von mineralischen Gesteinsalzlösungen an der Gesteinsoberfläche rindenartige oberflächliche Überzüge bilden. Eben nur die Teile, die von der Sonne beschienen werden, bilden den Wüstenlack aus. Das Gestein selbst ist im Tadrart hauptsächlich poröser Sandstein. Offenbar gab es hier vor Jahrmillionen Seen oder sogar Binnenmeere, die austrockneten und irgendwann gehoben wurden. Auf die Ablagerungen in diesen Gewässern sind wohl auch die riesigen Sandmassen der Ergs zurückzuführen.

     Unsere Umgebung wird immer schöner. Goldgelber Sand ist in dies Tal geweht und hat zum Teil Dünen ausgebildet, die am schwarzen Felsgestein hochziehen oder sich in einzelnen Felsnischen abgelagert haben. Manche bizarre Felsrücken sind regelrecht im goldgelben Sand eingebettet. Um diese Schönheit photographieren zu können, bleibt mir jetzt nichts anderes übrig, als von Ebbedit zu steigen. Denn auch im Stehen bleibt er mir nicht ruhig genug und um ein Bild nach Rückwärts zu machen, muß er erst mal gedreht werden, was nicht ganz so einfach ist. Hinter einem Felsvorsprung taucht plötzlich ein älterer Tuareg mit seinem ca. 10-jährigen Sohn auf. Es ist kaum zu glauben, aber sie wohnen tatsächlich hier. Kurz drauf zieht eine erstaunlich große Herde von Ziegen vorbei, die das spärlich vorhandene letzte Grün abfressen und die Hirtin, die offenbar noch recht junge Ehefrau/Mutter. Leider ist sie zu weit entfernt, um ein Photo von ihr zu schießen. Ich hätte gern mal eine Targia im Kasten gehabt, zumal wir in Libyen fast immer nur Männer zu sehen bekommen. Der Targi und der Junge begleiten uns über viele Kilometer; es ist für sie wohl eine Seltenheit, daß Leute vorbeikommen mit denen sie sich austauschen können.


 

Die Kameltour im Akakus beginnt

Die weiteren Bilder findet man unter 'photos'

Die weiteren Bilder findet man unter 'fotos'

 



     Unser Mittagsrastplatz liegt phantastisch unter bizarren Felstürmen. Wir haben bis 3 Uhr Ruhe und ich nutze noch vor dem Essen die Zeit, um einen mit Felsbrocken übersäten schwarzen Berg zu besteigen. Erst geht’s über wunderschöne, jungfräuliche Dünen und dann nach oben. Der Blick wird immer herrlicher und bald genieße ich von ganz oben das einzigartige Panorama. Das von unten scheinbare Fels- und Berggewirr wird jetzt übersichtlicher und ich kann unseren bisherigen Weg gut zurückverfolgen. Einzige erkennbare Bewegung unten ist wieder mal der bunte Punkt von Lilo, die ich durch Pfeifen auf mich aufmerksam mache. Die anderen machen Siesta, was ich in dieser tollen Umgebung nicht verstehen kann. Allzubald muß ich zum Essen nach unten. Wie immer ein riesiger Pott vitaminreichen Grünzeugs. Danach zieht’s mich aber gleich wieder los. Von oben hatte ich einen großen Steinkreis gesehen. Dieses islamische Grab liegt an der Rückseite meines Berges in der Nähe von einzigartigen Felstürmen und -domen, die aus dem herrlichen goldenen Sand herausragen. Unbeschreiblich! Mit Muße und Genuß wandere ich hier umher. Anschließend geht’s von der Rückseite des Bergs, an einem gewaltigen "Steinpilz" vorbei, wieder auf den Gipfel. Da es jetzt heiß und auch recht windig geworden ist, setze ich mich geschützt unter einen Felsvorsprung und kann mich nicht satt genug sehen. Faszinierend zeigt sich von dieser Stelle unser weiterer Weg durchs Wadi. Auch die Kamele tauchen unten auf und wandern - wie üblich - so weit wie möglich vom Lager weg. Mit dem Weiterritt um 3 Uhr wird’s wohl nicht viel werden. Erst als zwei Tuareg losziehen und das äußerste Kamel erreicht haben, mache ich mich gemütlich an den Abstieg. Die Gruppe lagert immer noch mit dem Vater und Sohn im Schatten. Der Tuareg bietet uns diverse gut erhaltene, von ihm gefundene Artefakte für ein paar Dinar zum Kauf an.

     Erst gegen 4 Uhr schwinge ich mich wieder in den Sattel. Alle andern laufen lieber, Hedwig gleich vorneweg. Nach 1 ½ Stunden ist das heutige Nachtlager an einer breiten Flußgabelung erreicht. Der Wind frischt weiter auf und der Himmel wird etwas milchig trübe. Wir werden doch nicht etwa einen Sandsturm bekommen, denke ich. Zur Sicherheit erkunde ich jedenfalls mal die nähere Umgebung, um im Falle des Falles ein wirklich geschütztes Plätzchen parat zu haben. Ich finde auch eins, das von drei Seiten mit Fels umgeben ist. Wegen ev. Getiers will ich es aber nur für den Notfall nehmen. Den Seesack baue ich hinter einer kleinen Düne, die den Wind abhält, auf. Klaus ist derweil schon auf Suche nach Holz für das Feuer und schleppt gleich einen halben Baumstamm an. Obwohl er ja auch zahlendes Mitglied ist, fühlt er sich wohl doch -als Ehemann der Reiseleiterin- mehr verpflichtet als wir anderen. Unausgesprochen ist er auch für die Entsorgung des Mülls (Aushebung der Grube und Abfackelung) zuständig geworden. Für die Konversation mit den Tuareg ist er ohnehin der beste Partner, da er ausgezeichnet Französisch spricht und im übrigen unglaublich kontaktfreudig ist. Immer ist er mit irgendeinem Tuareg oder mit allen zusammen, insbesondere auch am Lagerfeuer, und unterhält mit viel Lachen die gesamte Mannschaft. Seine aufgeschlossene Art dürfte ihm als selbständigem Unternehmensberater sehr zugute kommen. Sicher hat er auch mit Abstand den größten Beitrag zum Spaß, zur Lustigkeit und zur Geselligkeit in unserer Gruppe geleistet.

     Unauffällig und wie zufällig schlendert Ali zu meinem Schlafplatz und zwinkert mit den Augen. Bedrohlich ist die Flasche schon geleert. Ali tröstet mich aber und erzählt mir im Vertrauen, daß er in seinem Haus - wie manch anderer Libyer auch - selber destilliere und wir ja über Serdeles, seinem Heimatort, kommen werden. Ich nehme auch einen kräftigen Schluck.

     Irgendwann flaut der Wind ab. Beim nächtlichen Pinkeln sehe ich einen Lichtschein durch die Dunkelheit geistern. Es ist ein Targi, der nach den Kamelen schaut. Beim Hellwerden bleibt der Himmel eigenartig. In Deutschland hätte ich gesagt, eine gewaltige Regenfront zieht auf. Aber hier?! Durch das sandige Wadi führt unser Weg weiter. Die Bergwelt wird immer flacher und eine weite, dunkle Ebene, die im Dunsthorizont verschwindet, tut sich vor uns auf. Es ist eine düstere, fast dantische Stimmung um uns, wie wir so über die fast schwarze Stein- und Schotterfläche tappen, die nur von einzelnen, weit verstreuten Felskuppen unterbrochen wird. Der Himmel wirkt ähnlich dunkel und bedrohlich. Ein Weg ist erkennbar, dem wir folgen. Auch Reifenspuren, die sich in die Steinfläche gedrückt haben, überqueren wir ab und zu. Es ist der Weg der Jeeps durchs Tadrart und das Akakusgebiet von Ghat aus bis nach Serdeles. Nur von Süd nach Nord kann diese Fahrt gemacht werden, da eine einzige hohe, aber besonders steile Sanddüne südlich von Ghat den umgekehrten Weg verhindert. Recht lange geht die Wanderung durch diese eigenartige, düstere Welt. Sie fasziniert mich aber. Ab und zu steigt Gudrun, Renate oder auch Klaus mal kurzzeitig aufs Kamel. Ich bleibe die meiste Zeit oben. Zwei, drei sandig-weiße, trockene Flußläufe, die in die dunkle Ebene mäandern, werden überschritten. Dann tauchen nach Stunden wieder höhere Felsberge auf und das Gebirge rückt näher heran.

- F o r t s e t z u n g - VII -

Flagge von Libyen
 

 


 

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