Seite 9 vom Bericht Mexiko Baja California

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Seite 11 vom Bericht Mexiko Baja California







Reise nach Mexiko - Baja California im März 2004


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San Francisco de Borja ~ Bahia de los Angeles



Unsere Strecke zeigt wieder mal überaus deutlich, wie menschenleer die Halbinsel Baja California ist. Im südlichen Teil, der B.C.S. wohnen vielleicht eine halbe Mio Menschen und die im wesentlichen nur in La Paz und am Kap. In B.C.N. wohnen zwar etwa 2,5 Mio, die aber wiederum ganz im Norden, an der Grenze zur USA. Und klein ist die Baja California mit ihren 143.396 qkm nun wirklich nicht. Vor 20 Mio Jahren soll sie sich vom Festland durch Spannungen in der Erdkruste, herrührend von der San Andreas-Spalte, abgetrennt haben und noch heute in NW-Richtung driften. Davon haben wir aber absolut nichts gemerkt. Allenfalls die Topes haben uns ab und an mal erschüttert, wenn sie schlecht ausgeschildert waren. Da hier aber über 50 km keine Ortschaft ist, gibt's nicht mal einen Tope. Erst danach kommt der Ort Rosarito, der erste Tope und die schlimmste Holperpiste der ganzen Reise. Letztere Piste, auf die wir gerade von der Mex 1 kurz hinter Rosarito abzweigen, beginnt eigentlich ganz vertrauenserweckend.

Zur selten besuchten Mission San Francisco de Borja Adac führt diese Piste und dann weiter bis zur Bucht 'Bahia de los Angeles'. Heute wollen wir aber nur bis in die Nähe der Mission und dort irgendwo die Zelte aufschlagen. Uwe hat uns schon den Mund wässrig gemacht; die höchsten Idrias (Cirios) und Cardons soll es in diesem Gebiet geben. Zwischen zwei Bergzügen windet sich die Straße durch ein enges Tal. Danach wird es wieder offener und schon ist der erste Stop fällig. Der nahe Berghang hat es mir angetan. Massenhaft ziehen sich an ihm nämlich Cirio-Sträucher aufwärts. Den Cirio als Strauch zu bezeichnen, fällt mir allerdings schwer. Denn hier stehen Kaliber, die problemlos Bäume genannt werden können mit ihren gut 20 m Höhe. An ihren Anblick gewöhnt, habe ich mich immer noch nicht; wie ein abgestorber Wald wirkt ihr Terrain auf mich, wenn auch faszinierend. Weit den Hang hinauf komme ich allerdings nicht; es hupt, wir müssen weiter. Das skuril gebogene Cirio-Exemplar mit den beiden Enden bis fast auf den Boden bleibt somit ungeknipst. Dafür habe ich jetzt aber eine gerade Idria - am Stamm hoch fotografiert - im Kasten.

Kammerartig scheint dies Gebiet durch die Bergzüge aufgebaut zu sein. Wir kommen in die nächste weit ausgedehnte Kammer. Gras, Dorngestrüpp, verschiedene Arten von Kakteen wachsen hier. Recht niedrig ist der Bewuchs, nur vereinzelt überragt von Cardons und Cirios. Zwei Tafelberge werden sichtbar. Wir halten auf sie zu, schwenken dann aber zum Rechten ab. Ein imponierender Riese wird es aus der Nähe. Wunderschön zeigt er seinen geschichteten Aufbau im Inneren. Eine weitere Kammer öffnet sich. Dichter und höher wird jetzt die Vegetation und immer schöner. Es fällt mir schwer, nicht wieder Halt zu sagen. Abrupt stoppt jetzt jedoch Uwe. Eine Klapperschlange vor uns, höre ich von ihm und keinen Schritt weiter als das Auto. Alle drängen raus. Über die Piste schiebt sich das Reptil gerade. Da hier keinerlei Schutz für die Klapperschlange ist, haben wir das Glück, sie in voller Länge bestaunen zu können. Gut 1 1/2 m lang dürfte sie schon sein. Vorn der kleine Kopf und hinten die Rassel dran. Leider tut sie uns nicht den Gefallen, mal zu klappern. Ein Zeichen dafür, dass sie sich nicht bedroht fühlt. Gemütlich erreicht die Klapperschlange die andere Straßenseite und verschwindet im Gebüsch.

Das also war das gefährlichste Tier auf der Baja California, von dem es hier 18 verschiedene Arten geben soll. Hoch giftig und meist tötlich ist ihr Biss für den Menschen. Dennoch sterben mehr am Stich der Skorpione, die es auf der Baja auch gibt, als an Klapperschlangen. Eins weiß ich jetzt schon, heute abend wird das Zelt noch sorgfältiger verschlossen, als wir es ohnehin schon immer getan haben. Und die Schuhe werden mit ins Zelt genommen. Nur ausschütteln am nächsten Morgen, erscheint mir nach diesem Erlebnis doch etwas zu wenig. Auch den Stock werde ich jetzt regelmäßig mitnehmen, schwöre ich mir. Eine Gefahr mal ganz konkret zu sehen, ist halt doch nachhaltiger, als gesprochene Warnungen. Weiter geht die Fahrt durch einen mittlerweile phantastisch gewordenen Kakteenwald. Hohe und höchste Cirios und Cardons jetzt überall; dazwischen andere große Kakteen oder ausladende Dornsträucher. Wirklich toll, dass wir hier im Schritttempo fahren, wenn wir schon nicht laufen. Letzteres wäre mir allerdings erheblich lieber gewesen.

Uwe hat nämlich den direkten Weg zur Mission San Francisco de Borja Adac verlassen. Eine mit Steinen übersäte Seitenpiste liegt vor uns und der Van quält sich humpelnd darüber. Ein Kakteenwald ohne Ende, so scheint es. In einem breiten Tal bewegen wir uns. In Front wieder ein Tafelberg und nicht weit hinter ihm ein Bergzug, der dieses faszinierende Tal abschließt. Hier ist unser Plätzchen für die Nacht, hören wir mit Begeisterung. Schöner kann es nun wirklich nicht liegen, ist der einstimmige Tenor. Der Bus wird geparkt, die Klamotten abgeladen und schon schwärmt die Gruppe aus. Jeder will in dieser herrlichen Umgebung natürlich noch die allerschönste Stelle für sein Zelt finden. Man wandert hier hin, man wandert da hin. Endlich habe ich mich entschieden. Susanne legt gerade ihr Zeugs drauf. Im Buschzimmer neben Theo werde ich endlich fündig. Also Steinchen wegräumen, den winzigen Zweig mit den drei Dornen ab ins Gebüsch, die kleine Kule ausfüllen, leichte Schräge des Bodens beachten, dann Zeltaufbau. Schnell geht's mittlerweile. Auch Theo ist fertig; Margrit bewundert sein Werk und nimmt einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche.

Bis zum Abend ist noch etwas Zeit. Jeder kann machen was er will. Mit Kamera und Stock spaziere ich los, hinein in den Garten Eden. Wie in einem grandiosen Garten kommt man sich hier wirklich vor. Wege führen in alle Richtungen, gehen um kleine oder große Buschinseln herum, zweigen ab oder enden vor einer gewaltigen Cardon. Man geht ein Stück zurück, nimmt den nächsten Weg, bestaunt hier besonders hoch gewachsene Idrias, dann eine vielarmige neue Kakteenart, bleibt jetzt fasziniert vor einer noch gewaltigeren Cardon stehen. Ein einziger Genuß, in dieser dornigen Vegetation herum zu laufen. Wie diese Wege wohl entstehen, überlege ich. Vermutlich durch Wassermangel. Große Gewächse und dichtes Dorngestrüpp saugen offenbar die Feuchtigkeit der nahen Umgebung so stark auf, dass zwischen ihnen nichts mehr wachsen kann. Viele Arten unterschiedlichster Büsche und Kakteen bewundere ich in diesem Garten. Welche Phantasie die Natur selbst in solchen Trockenzonen hat. Allein schon die Variationen der Stacheln sind unglaublich. Wie ein weicher Pelz wirken sie an manchem Kaktus, an anderen sind wenige, dafür aber große vorhanden. Meist sind die Stacheln aber - gleich ob groß oder klein, ob wenige oder unzählige - starr. Trotz dieses stachlichen Reichtums der Natur um mich herum, die Cardons bleiben mein Favorit.

Gedankenverloren stehe ich erneut vor einer der gigantischen Cardons und schaue an ihr hoch. 5 dicke Arme zweigen ab und streben neben dem Hauptstamm senkrecht in die Höhe. Wahrlich das Symbol der Baja California. Einen kleinen Hangabbruch muss ich runter und zucke erschreckt zusammen. Urplötzlich huscht neben mir was auf und rennt weg. Dann sehe ich das Tier für einen kurzen Moment, bevor es im Gebüsch verschwindet: Es ist ein Eselhase mit riesigen Ohren. Um einem Hitzestau vorzubeugen, dienen diese tollen Löffel. Ganz schön mitgenommen hat mich das Erlebnis schon; im Hinterkopf steht wieder der Anblick der Klapperschlange. Mit klopfendem Stock - wie ein Blinder - gehe ich vorsichtshalber jetzt Richtung Camp zurück. Es raschelt irgendwas hinter mir, aber nichts ist zu sehen. Vielleicht war es ja eine Wüsten-Känguruhratte, die sich auf den Hinterbeinen hüpfend fortbewegt. Auch derartiges gibt es auf der Baja California.

Romantisch liegt das Lager vor mir. Fast umrundet von Buschwerk stehen die einzelnen Zelte. Hier und da eine Cardon oder Idria oder auch eine Yuka dazwischen. Theo ist schon eifrig beschäftigt mit seiner neuen Feuerstelle, die immer ausgefeilter wird. Auch in der Küche unter freiem Himmel tut sich was. Für mich genau die richtige Zeit, um die erste Dose Bier dem Cooler zu entnehmen. Die Abendsonne liegt mit ihrem warmen Licht jetzt auf den Bergen und dem uns umgebenden Kakteenwald. Allmählich werden die Wolken rötlich gefärbt, der nicht weit entfernte Tafelberg fängt leicht an zu glühen. Stimmungsvoll wird es im Kakteenwald. Die Dose Bier ist leer, wird mit dem Fuß platt gemacht und verschwindet als Basura im Müllsack. Sauberkeit muß sein. Bei diesem herrlichen Abend habe ich einfach das Bedürfnis, noch ein Stück Richtung Sonnenuntergang - diesmal aber auf der Piste - zu wandern. Die Dämmernis setzt bereits ein und ich weiß, in diesen südlichen Gefilden wird es bei weitem schneller dunkel, als bei uns.

Ruhig ist es um mich im Kakteenwald geworden. Ich atme tief durch und wandere langsam auf der Piste voran. Links ein steiler Hügel, gut bewachsen mit hohen Cardons und Cirios. Ich nehme mir vor, gleich morgen früh bei Sonnenaufgang hinauf zu steigen, um einen Blick über das gesamte Terrain mit seiner Kakteenlandschaft zu bekommen. Sie Sonne ist hinter den Pfählen der vielen Cardons abgetaucht. Gegen den dunkler werdenden Himmel heben sich die Konturen der Spitzen des Waldes immer stärker ab. Mein Weg führt jetzt runter in eine kleine Senke und je tiefer ich komme, um so mehr wird die nächste Anhöhe zum Horizont. Die oben wachsenden Cardons, Yukas, Cirios ragen höher auf, bis sie schließlich ganz im Himmel stehen. Ein wunderschönes Schattenspiel wird draus. Gestochen schwarz und filigran ist jede Einzelheit gegen den helleren Himmel zu erkennen. Selbst der kleine Wedel auf der Idria zeichnet sich ab. Das ist Baja California pur, wie ich sie mir nicht herrlicher vorstellen kann. Meine Pocket klickt. Ein anderer, ebenso schöner Scherenschnitt zeigt sich mir nur wenige Schritte seitwärts. Auch hier klickt die Pocket vor Begeisterung.

Es ist dunkel geworden, ich kehre zum Lager zurück. Der Anblick unseres Camps mit Theos Lagerfeuer hat etwas von Marlboro Country, obgleich ich doch R 6 rauche. Aber vielleicht liegt's ja an Uwe, denn auch er raucht hin und wieder verschämt, wie ich schon bemerkt habe. Umschwärmt werde ich in dieser stimmungsvollen Umgebung jedoch nicht. Von hübschen jungen Mädchen schon gar nicht, von Mücken, Schnaken oder sonstigem Viehzeug aber auch nicht. Vielleicht liegt's am Winterhalbjahr; jedenfalls bleibt das Autan eingepackt. Gut in Gebrauch ist dagegen das Sonnenschutzmittel. 20-iger und 10-er Faktor haben wir dabei, was uns dicke reicht. Sabine hat sogar 40-iger oder noch höher dabei, von dem ich noch nicht einmal gehört habe. Die höheren Zahlen sind für sie wohl wichtig, denn Gabi hat irgendwas von Finanzamt und Steuern in ihrem Zusammenhang gehört. Finanzbeamtin könnte ich mir gut vorstellen. Von unseren anderen Mitreisenden weiß ich ebenfalls nicht viel mehr. Mit Klamottenverkauf soll Margrit beschäfigt sein, Susann irgendwie mit Software von Großcomputern, Wilhelm war zumindest vor der Wende in einer großen Volksfirma maßgeblich tätig, bis letztere von einem Westler betrügerisch in Konkurs getrieben wurde. Bei Theo kann ich nur ahnen. Vielleicht was mit Feuer? Das war's schon. Viel Kopfzerbrechen mach ich mir deshalb aber nicht, denn ich schlafe wunderbar, wenn auch etwas beengt. Den Seesack habe ich heute Nacht wegen der Klapperschlangen mit ins Zelt genommen.

Sehr früh - schon vor Sonnenaufgang - bin ich auf den Beinen. Und gleich nach der Katzenwäsche sitz ich denn oben auf dem nahen Hügel. Im Lager, das ich von hier wunderbar überblicken kann, tut sich noch nichts. Verschlafen liegt es im Kakteenwald. Es ist wirklich ein Wald, auf den ich herabschaue. Hunderte Tausende von Stäben der Cardons und Idrias füllen das gesamte Tal aus. Lichter Morgendunst liegt über allem. Die umgebenden Bergketten erhalten jetzt die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne und alsbald hat auch mich der Sonnenschein erreicht. Ja, das liebe ich, bis auf den wackeligen, an der rechten Pobacke etwas zu spitzen Stein, auf dem ich mich niedergelassen habe. Ins Lager kommt allmählich Leben. Auch Uwe krabbelt aus seinem grünen Zelt, das er - wie immer - etwas abseits von uns aufgebaut hat. Er geht zum rechten Hinterrad des Van, schnappt sich den Spaten und kommt doch tatsächlich direkt auf meinen Hochsitz zu. Bestens abgedeckt zum Lager setzt er den Spaten an. Was bleibt mir anderes übrig, als den Stein zu wechseln und aus anderem Blickwinkel den Kakteenwald zu bestaunen. Ob ich diese Umstände auch bei einem knackigen Frauenpopo gemacht hätte, weiß ich nicht zu sagen. Jedenfalls sitz ich jetzt bei weitem schlechter als vorher.

Theo kommt mit seiner schweren Phototasche die Piste herunter. Was bin ich froh, nur eine Pocket vor der Brust baumeln zu haben. Ich pfeife ihm. Nur schwer findet er mich zwischen den hoch aufragenden Kakteen und Cirios. Er winkt mir zu, überlegt, hat seine Entscheidung gefällt, die Photoausrüstung wird nach oben geschleppt. Derweil mach ich mich an den Abstieg durch das Dorngebüsch; der Kaffee wartet schon. Nach dem Frühstück ist noch etwas Zeit, sich im Kakteenwald zu tummeln. Die Holperei auf der Piste findet erst auf dem freien Platz vor der Missionskirche San Francisco de Borja Adac ein Ende. In einer völligen Einöde liegt diese von Jesuiten 1762 gegründete Mission. Bis zu 3000 Indios versorgte sie - von den Dominikanern übernommen - in ihren besten Zeiten. Doch schon 1818 mußte sie aufgegeben werden; aus Europa eingeschleppte Epidemien hatten die Indios dahin gerafft. Die Kirche ist heute aber noch in Gebrauch. Der Pastor erscheint ein Mal im Monat. Dann läutet die Kuhglocke im Turm, da die Ursprüngliche gestohlen wurde. Ob zum Gottesdienst mehr Leute kommen, als die eine Familie, die hier wohnt? Leider ist die Kirche wegen Renovierung geschlossen; wir können ihr nur aufs Flachdach steigen und den nebenan liegenden, kleinen Friedhof besuchen. Das war schon unser Besuch in der Mission San Francisco de Borja Adac.

Ein Schmankerl hat Uwe für uns noch parat. Vor der endgültigen Weiterfahrt zur Bahia de los Angeles am Golf, ist eine gemütliche Wanderung auf der Piste durch das letzte Stück des Kakteenwaldes vorgesehen. Der Bus sammelt uns nach einer Stunde wieder ein, verspricht Uwe. Wir schlendern los, jedenfalls die Meisten. Sabine und Monika sind vorne schon hinter dem ersten Hügel verschwunden. Wir wandern mal rechts der Piste in den Wald hinein, mal links. Die Gruppe zieht sich weit auseinander. Jeder entdeckt was besonders Interessantes für sich. Ich sehe wieder eine große, gebogene Cirio mit zwei Enden fast bis auf den Boden. Diesmal habe ich sie im Kasten. Dort steht eine der gigantischsten Cardons, die ich bisher gesehen habe. Ita mißbrauche ich als Größenmaßstab und bitte sie, zwecks Photo, mal auf diesen Kaktus zuzugehen. Ein Hintergedanke ist noch dabei: ihre rote Hose soll als Farbklecks dienen. Ein Teppich gelber Blümchen führt nach links in den Wald hinein. Also muß ich nach links. Ich glaube, alle sind von dieser Natur begeistert. Nur von der Spitzengruppe ohne Uwe weiß ich's nicht, denn die ist längst auf und davon.

Susann kann ganz gut wieder laufen. Und sie läßt es sich nicht nehmen, den Spaziergang mit zu machen. Offenbar hat sie was entdeckt. Für mich aber wieder erstaunlich: Ihre Kamera wird diesmal zwar nicht nach oben in eine uninteressante Richtung gehalten, sondern mehr nach unten in eine Richtung, in der ich lediglich ein kahles Dorngestrüpp sehe. Was es denn hier Schönes gibt, ist meine Frage. Und dann sehe ich es. Mitten im Gebüsch zwei sich umschlingende Klapperschlangen, deren Köpfe und Augen jedoch starr auf uns ausgerichtet sind. Ob sie hier ihre Liebesspiele in aller Öffentlichkeit machen? Faszinierend sind sie jedenfalls für uns. Meine Pocket bleibt verpackt, denn näher geh ich an die beiden Biester nicht heran. Wieder vorsichtiger geworden, wandere ich jetzt auf der Piste weiter, bis der Van angerollt kommt. Einer nach dem anderen wird aufgelesen. Sabine als Letzte, schon fast an der Bahia de los Angeles.

Wir kommen über den Berg und abrupt ändert sich das Landschaftsbild. Kahl und hügelig ist es hier, in der Ferne zeigt sich ein Gebirgszug. An einem Halt hab ich kein Interesse mehr. Die Pinkelpause in dem schmalen Tal wird nicht durch mich veranlaßt. Eine neue Strauchart zeigt uns Uwe noch, dann ist die Teerstraße nach Bahia de los Angeles erreicht. In schneller Fahrt geht es jetzt an dem schon von weitem gesehenen, niedrigen Gebirgszug entlang, dann über ihn und die weit ausgebreitete, tiefblaue Bahia de los Angeles liegt vor unseren Augen. Ich rufe nach vorne: Stop.


Fortsetzung: Bahia de los Angeles bis San Diego


 



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