Seite 5 vom Bericht Mexiko Baja California

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Seite 7 vom Bericht Mexiko Baja California







Reise nach Mexiko - Baja California im März 2004


VI

Canon San Pablo ~ Canyon San Pablo



Heiß ist es in der Schlucht. Der Schweiß rinnt bei uns allen. Immer wieder der Griff zur Wasserflasche, die im Rucksack geschultert ist. Pitschnaß ist der Rücken drunter und es ist unangenehm, den Rucksack wieder über zu streifen. Außerdem habe ich den Eindruck, dass er immer schwerer, statt leichter wird. Hoch oben beim Schild haben wir jetzt auch die Eselchen kommen sehen. Bin mal gespannt, welche Figur die liebe Susanne machen wird. Obwohl ich es kaum glauben möchte, die Karawane wird uns überholen, hat Uwe gesagt. So einige Stellen sind steil, sehr steil sogar und quasi wie durch einen Kamin steigt man über Fels nach unten. Mehr als einmal müssen auch die Hände benutzt werden. Wie sollen da die Esel und Maultiere herab kommen, ist mein Gedanke und dann noch schneller als wir. Das ständige Abwärts geht in die Knie. Mal ein kurzes Päuschen, der Griff zum Wasser, ein Blick rund herum und ein Photo, dann geht's weiter. In einem Seitental befinden wir uns hier; von der tiefen Hauptschlucht ist bislang nur ein Ausschnitt zu sehen.

Jammerschade, dass man ständig auf den Weg, die Steine, den Fels achten muß. Die Schluchtwände, jetzt fast rund herum, werden immer höher. Es ist ein phantastisches Bild. Tiefer und tiefer geht es hinab. Drei Stunden sind wir in dieser brütenden Hitze schon abgestiegen. Um eine Felsecke geht jetzt der Pfad und das Haupttal öffnet sich für uns. Gewaltig streben die Wände nach oben, aber leider auch noch nach unten. In der Tiefe ein Bachlauf mit riesigen Felsen drin, aber wunderschön gesäumt von vielen Palmen. Auch eine Ranch inmitten von Grün ist unten auszumachen, es ist unser Ziel. Gott sei Dank haben wir jetzt wenigstens das Ende des Abstiegs vor Augen, denn sowohl Gabi als auch Margret sind bereits bestens bedient. Zu allem Überfluß geht der Pfad wieder aufwärts, bleibt dann aber auf gleicher Höhe. Wir hören, die Esel kommen tatsächlich hinter uns. Und das gerade an der richtigen Stelle, an der ein Ausweichen überhaupt möglich ist.

Der erste Esel kommt um die Ecke. Die Kisten kennen wir doch, die er schleppt. Uwe wird sich freuen, seine Habe wohlbehalten wieder zu sehen. Der nächste Esel erscheint, dann ein Maultier mit Reiter. Glänzend naß ist das Fell aller Tiere, die jetzt hinter einander an- und vorbeitappen. Damit sie nicht scheuen, haben wir uns ein Stück zurückgezogen. Eine stolze Reiterin ist die Nächste. Hoch zu Maultier kommt unsere Susanne heran. Nun, stolz kann sie wirklich sein, denn sich auf diesem Pfad nach unten tragen zu lassen, dürfte schon so einigen Mut erfordern. Ängstlichkeit ist ihr jedenfalls nicht ins Gesicht geschrieben, im Gegenteil. Wie eine Fastnachtsprinzessin winkt sie lässig auf uns Fußvolk herab, tappt vorbei und das Gespann läßt nur noch die beiden wippenden Pferdeschwänze - Susanne hat nämlich auch einen - sehen, bevor es um eine Felsecke verschwindet. Ein bißchen Leid tut mir nur das Maultier, denn es hat immerhin die gewichtigste Fracht nach unten zu schleppen. Die Karawane ist vorüber, die uns so willkommene Pause ebenfalls.

Uwe drängelt schon ein bißchen; er weiß, noch eine andere Gruppe steigt ins Canyon ab und könnte unser vorgesehenes Camp in Beschlag nehmen. Immer noch auf gleicher Höhe wandern wir am steilen Hang, in Richtung der Ranch. Theo hätte mittlerweile einen Esel brauchen können. Margret hat ihm den Rucksack gegeben und so schleppt Theo jetzt zwei davon sowie seine schwere Phototasche. Margret ist fertig, sie läuft nur noch mechanisch mit ihrer ihrer roten Wasserflasche in der Hand. Und Theo redet mit ihr ohne Unterlass, wie mit einem kranken Gaul. Mut will er ihr machen und wie ich so höre, haben wir die Ranch eigentlich ja schon erreicht, so nahe ist sie. Allzuweit erscheint sie wirklich nicht, doch näher kommt sie auch nicht. Gabis Probleme werden ebenfalls größer. Auch mir bleibt jetzt nichts anderes übrig, als die Ranch immer näher zu reden und das Panorama in den höchsten Tönen zu loben, was ja schließlich auch stimmt. Uwe ist besorgt um seine Schäfchen. Er bietet Gabi an, den Rucksack zu tragen. Gabi will nicht, aber ich will. Er bekommt ihn.

Die Ranch liegt direkt unter uns und endlich geht es wieder abwärts. Theo und mir fällt ein Stein vom Herzen, wird das Zureden jetzt doch leichter und vielleicht sogar glaubhafter. Die 5. Wasserflasche kramt Theo aus dem Rucksack, die letzte Volle. Was macht Margret bloß mit dem Wasser, frage ich mich, denn meine Flasche ist bei weitem noch nicht leer. Die Ranch will einfach nicht näher rücken. Uwe bietet jetzt sogar an, das schwächste Mitglied nach unten zu tragen. Aber keiner will. Das letzte steile Stück liegt hinter uns, schräg nach unten führt der Pfad auf die hohen Palmen zu. Das Lager mit den Maultieren und Eseln wird dazwischen erkennbar. Es ist geschafft. Theo und Margret kommen als Letzte an. Kaputt sind wir alle, wohl bis auf Uwe, vielleicht auch Sabine. Erstaunlich jedoch, die Lebensgeister kehren alsbald zurück und die Zelte können aufgebaut werden. Eine herrliche Abendsonne scheint ins Canyon.

Hier unten im Grund breiten sich schnell die Schatten aus und es dauert nicht lange, bis das ganze Camp in der Dämmernis steht. Dafür leuchten jetzt die hohen Felswände immer stärker in ihrem Rot. Wunderbar kontrastieren die fast schwarzen Silhouetten der uns umgebenden Palmen vor diesem rötlich strahlenden Hintergrund. Wie ein grandioses Schattenspiel wirkt es. Rasch aber wandert die Dunkelheit aus unserem tiefen Tal aufwärts. Nur noch die höchsten Klippen scheinen im letzten Sonnenlicht, dann kehrt auch oben die Dämmernis ein. Nur noch die Ränder des Canyons zeichnen sich gegen den Himmel ab. Die ersten Sterne schimmern bereits. Ich freu mich auf den Anblick der Milchstraße von hier unten aus. Später wird auch ein Vollmond aufgehen, denn gestern fehlte noch ein ganz kleines Stück. Theos Lagerfeuer flackert, es wird zum Essen gerufen. Gabi und ich ziehen uns - wie bislang jeden Abend - als Erste ins Zelt zurück. Müde genug sind wir heute wirklich.

Die Helligkeit weckt im Zelt, meist schon gegen 6.00 Uhr in der Frühe. Regelmäßig müssen wir zu dieser Zeit aber ohnehin aufstehen. Heute zwar nicht, doch ich bin halt wach und schäl mich schon mal aus dem Schlafsack. Der zu sehende Himmelauschnitt ist strahlend blau, wie nicht anders zu erwarten war. Bis hier runter kommt die Sonne zwar noch nicht, doch ein warmes, morgendliches Licht umgibt das Camp bereits. Zeit für die Morgentoilette. Der Spaten steht am Baum neben dem Lagerfeuer, hat Uwe gestern Abend verkündet. Doch dummerweise ist selbst zu dieser frühen Stunde jemand schneller als ich gewesen. Aus dem Buschwerk sehe ich jetzt aber Monika kommen; der Spaten wechselt den Besitzer. Ein lauschiges Plätzchen ist alsbald hinter Kakteengestrüpp gefunden. Nur ein Eselchen schaut plötzlich zu unser beider Erstaunen mit großen Augen über die Dornhecke. Der Kaffee dampft schon. Das Frühstück ist wie immer reichhaltig, selbst hier unten im Canyon. Mein Müsli laß ich mir dennoch nicht nehmen; genausowenig wie Margret ihr Brot, dick bestrichen mit pampiger Nutella.

Die Malereien der Ureinwohner von Baja California wollen wir heute besuchen. Der arme Uwe muß diesmal als Zweiter laufen, wir haben nämlich einen Führer dabei. Einer unserer drei Gauchos läuft leichtfüßig vorne weg. Im Bachbett wandern wir und darin gibt's ausschließlich Geröll, Geröll bis hin zu gewaltigen Felsbrocken, aber auch schiefem, glatt geschliffenem Felsgestein. Nicht einfach ist hier das Vorankommen für uns Ungewohnte. Nur der Gaucho scheint zu schweben, so behände und leicht geht er dahin. Immer enger wird die Schlucht. Die Felswände wachsen höher und höher hinauf. Auch die vielen Palmen, die unseren gesamten Bachweg säumen, scheinen mir zu wachsen. Denn in solcher Höhe wie hier, so meine ich, die Wedel noch nie gesehen zu haben. Schön schattig laufen wir Gott sei Dank; dennoch wird es immer wärmer. Zwischen den Palmen in der engen Schlucht werden Zelte und Esel sichtbar. Es ist offenbar das Lager der anderen Gruppe. Sie sind jedoch ausgeflogen, nur 2 Gauchos wachen hier. Ein Schwätzchen mit ihnen ist selbstverständlich fällig. Zudem gute Gelegenheit, einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche zu nehmen.

Über Stock und Stein geht es im Bachlauf ohne Wasser weiter. Die Schlucht öffnet sich mehr und mehr, ein Seitental zweigt nach rechts ab. Wir jedoch bleiben im Haupttal. Es kann nicht wahr sein. Hoch über uns am steilen Hang setzt doch unsere Susanne auf ihrem Maultier schon wieder zum Überholvorgang an. Irgendwas läuft verkehrt auf der Baja California, wenn Alte, Fußkranke, Lahme schneller sind, als so engagierte Wanderer wie wir hier unten. Huldvoll winkt Susanne herab. Sie hat sicher einen schönen Blick auf die Gruppe im Tal. Steil müssen auch wir jetzt nach oben krackseln, denn dort oben soll die erste Bildergalerie aus der Vorzeit zu bewundern sein. Unter einem Felsüberhang sehe ich schon aus der Entfernung jetzt die Gemälde in Rot und Schwarz. Sogar ein hölzerner Steg mit Geländer wurde bei den Bildern angebracht, um die Bilder in aller Ruhe und Bequemlichkeit studieren zu können. Das einzige Problem ist nur, erst mal auf den Steg zu kommen. Wir sind halt von der falschen Seite aufgestiegen, wie sich alsbald beim Abstieg zeigen wird.

Menschen, Tiere, Idiogramme sind erkennbar, meist in Scharz und Rot gemalt. Aber auch Weiß ist dabei. Übereinander gezeichnet wurde ebenfalls, was dafür spricht, dass die Malereien aus unterschiedlichen Epochen stammen. Die Menschen sind fast alle mit erhobenen Armen und offenen Händen dargestellt. Die Vermutung geht dahin, dass für reiche Beute gedankt oder Jagderfolg erfleht wird. Von den Künstlern ist nichts weiter bekannt; man weiß nicht mal, aus welcher Zeit diese Kunstwerke eigentlich stammen. Auf den hier stehenden Schildern wird das stolze Alter von 10.800 Jahren v.Ch. genannt. Na ja, warum auch nicht. Trocken ist dies Gebiet jedenfalls und geschützt sind die Zeichnungen durch die Überhänge. Aber eine solche Qualität noch nach dieser Zeit? Zutreffender dürfte da schon die Einordnung zwischen 500 und 1.500 n.Ch. sein, die in Büchern genannt wird. Etwa 100 Orte derartiger Felszeichnungen sind im Gebiet des Canyons bislang bekannt geworden. Meist durch Zufall von Hirten auf der Suche nach verirrtem Vieh entdeckt.

Zum Weltkulturerbe zählen diese Stätten heutzutage. Eine Auszeichnung, die die hiesigen Menschen sicher sehr gefreut hat. Kommen jetzt doch mehr Touristen in diese abgelegene Gegend und bringen ihre Pesos mit. Unsere drei Gauchos und die Esel leben z.B. davon und auch der Bürgermeister von San Francisco de la Sierra, der - wie Uwe aus eigener Erfahrung weiß - als amtlich Zuständiger, den Eselspreis von Mal zu Mal höher setzt. Die Begeisterung der Gruppe über die Malereien hält sich in Grenzen, habe ich so den Eindruck. Mir geht es ähnlich. Die Menschen finde ich gut gemalt, die Tiere dagegen weniger. Bei letztern fehlt mir einfach der kühne, künstlerische Schliff, der mich bei Urmalereien an anderen Orten der Erde immer so fasziniert hat. Dennoch, gesehen haben muß man sie, wenn man schon mal auf der Baja ist.

Hinunter zum Bach steigen wir wieder, diesmal auf rechtem Pfad und ohne die Hände zu gebrauchen. Etwas Wasser ist hier sogar zu sehen. In flachen Tümpeln steht es; giftgrüne Algen gedeihen vorzüglich drin. Mittagspause ist angesagt. Jeder kramt sein Sandwich hiervor, setzt sich irgendwo in den Schatten, trinkt reichlich und macht dann seine Siesta. Einen Naturpool soll es ein Stück unterhalb geben, hat Uwe gesagt. Also nichts wie hin. Das Gekreische von Badenden ist schon zu hören. Gewaltige Felsbrocken umschließen den Pool und man muß erst mal hinkommen. Gabi greift in eine Kerbe des Fels, um sich abzustützen. Wie von der Tarantel gestochen zuckt ihre Hand zurück. Irgendwas Glitschiges ist da drin, ekelt sich Gabi. Die Untersuchung fördert ein winziges Fröschchen zu Tage. Ein Hopser und weg ist es. Sehr zum Leidwesen von Gabi, die das Tierchen natürlich in die Hand nehmen wollte. Susanne sowie Monika paddeln im Pool herum und preisen die Vorzüge des kühlen Naß in den höchsten Tönen. Erfolg haben sie jedenfalls weder bei mir, noch bei Wilhelm. Blutegel soll's nämlich drin geben, vielleicht ja auch Wasserschlangen oder noch Schlimmeres. Es ist halt nur was für die Frauen, wie schon mehrfach auf dieser Reise.

Die offizielle Pause ist zu Ende; Uwe ruft nach seinen Schäfchen. Zwei weitere Stätten der Malereien sollen noch besichtigt werden. Eine ist sogar von hier unten aus zu sehen. Oben am Steilhang verläuft ein waagerechter Einschnitt im Felsgestein und mit Fernglas hat Susanne darin bereits abgebildete Menschen und Tiere erkannt. Alle Schäfchen wollen aber nicht hinaufsteigen und noch viel weniger wollen zudem die dritte Stätte besuchen. Also werden 3 Gruppen gebildet; drei Gauchos haben wir ja dabei. Gabi, Ita und Margret bleiben bei Susanne. Mit der ersten Gruppe klettere ich steil aufwärts. Über mir diesmal der Hintern von Monika. Eine ganz neue Erfahrung für mich; so weit vorne war ich bei einer Wanderung auf der Baja noch nie. Recht schnell ist der Überhang mit den Malereien erreicht. Weit geht der Überhang seitwärts; auch hier wurde ein Holzgerüst errichtet, auf dem man bequem an allen Malereien entlang wandern kann. Bis hoch über uns haben die Ureinwohner ihre Werke hinterlassen. Recht monumental sind manche Tiere und Figuren geraten. Selbst in 20 m Höhe sind noch Zeichnungen zu erkennen, die nur in liegender Stellung von den Künstlern gemalt werden konnten. Man nimmt daher an, dass Gerüste, aus den hohen Palmen gefertigt, hier gestanden haben.

Sogar Wale sind abgebildet und erstaunlich gut erhalten. Jeder wandert einmal die ganze Galerie ab und fotografiert dieses oder jenes Gemälde. Unten in der Schlucht sind unsere zurück gebliebenen Damen zu erkennen; sie haben es sich jetzt in der Sonne bequem gemacht und winken herauf. Die 2. Gruppe koppelt sich ab und nimmt direkten Weg zu unserem Zeltlager. Ich will es nicht glauben, auch unsere liebe Sabine verläßt ihren angestammten Platz hinter Uwe und geht ebenfalls auf und davon. Sie muß krank sein, denke ich, oder aber fix und fertig. Abmarsch zur dritten Galerie. Durch einen Felskamin klettern wir nach oben. Es dürfte das bisher schwierigste Stück gewesen sein. Ein wunderschöner Blick geht hinab ins Tal. Auf gleicher Höhe bleibt jetzt der Pfad; sehr steinig ist er auch nicht, so dass man sogar ein bißchen Zeit zum Genießen hat. In das schon gesichtete Seitental zweigen wir ab. Auch hier gehen die Felswände steil in die Höhe. Der Wandern ist weiterhin angenehm, zumal es jetzt nicht mehr so heiß ist. Nach einer halben Stunde taucht der Überhang mit den Malereien vor uns auf. Sie entsprechen denen der anderen Galerien, sind jedoch nicht so massiert.

Da unser Interesse nicht übermäßig ist, machen wir uns alsbald auf den Rückweg zum Zeltlager. Das erste Stück auf gleichem Pfad, dann heißt es Absteigen im Seitental. Steil, sehr steil geht es hinab. Ein Weg ist hier nicht erkennbar. Über Fels, Steine, Geröll hangeln wir uns irgendwie abwärts, immer auf der Hut, nicht samt Gestein nach unten zu schliddern. Die Palmen im Grund kommen schnell näher. Monika und ich bleiben zusammen und leisten gegenseitig Hilfestellung. Die letzten Felsbrocken der Schluchtwand sind überwunden, der Bach ohne Wasser auf der Sohle ist erreicht. Aber auch hier reichlich Steine, Geröll und Felsgestein, das überwunden werden muß. Es geht kräftig in die Beine und man kann sich nur wundern, wie leichtfüßig unser Gaucho voran kommt. Das Haupttal nimmt uns wieder auf. Immer enger wird es hier unten; immer höher wachsen die Wände des Canyon auf. Nur selten kommt mir eine Stelle vom Hinweg heute morgen bekannt vor. Wir scheinen durch eine völlig andere Schlucht zu tappen.

Johannes zeigt erstmals Wanderprobleme auf der Reise. Nur schwer steigt er jetzt über das Geröll. Mir geht es noch erstaunlich gut. Das Tal weitet sich endlich, rechts wird der Kegelberg sichtbar an dessem Fuß unser Lager steht. Durch dichtes Gestrüpp führt hier der Weg und siehe da, eins unserer Eselchen läßt sich sehen. Weitere kommen hüpfend durch die Büsche. Ihre Vorderbeine sind zusammen gebunden, um sie am Weglaufen zu hindern. Dennoch werden wir einen Verlust zu beklagen haben. Auch unser Gaucho taucht auf. Offenbar treibt er die Esel näher ans Lager heran. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als hinter dem hüpfenden Pulk her wandern. Unsere Gruppe ist natürlich als Letzte am Lager und damit auch am Cooler mit seinem herrlich kühlen Bier. Ein Tecate gluckert alsbald meine Kehle hinab. Schön, dass wir heute keinen Küchendienst haben, denke ich dabei. Erst morgen ist unser Auftritt.

Fortsetzung: Canyon San Pablo bis Laguna San Ignacio


 



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