Seite 8 vom Bericht Mexiko Baja California

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Seite 10 vom Bericht Mexiko Baja California







Reise nach Mexiko - Baja California im März 2004


IX

Laguna Ojo de Liebre ~ Sarafan Dünen



Die Sonne ist untergegangen, das Essen ruft. Meine dicke Jacke nehme ich noch aus dem Zelt, denn es ist wieder empfindlich kühl geworden. Das Lagerfeuer von Theo flackert bereits und die Töpfe dampfen. Kaum ein Licht ist irgendwo um uns zu sehen; auch der Himmel hält sich bedeckt. Stockduster wird es heute; nicht einmal das für uns zuständige Klohäuschen ist vom Lager auszumachen. Nur gut, dass wir in etwa die Richtung wissen. Allein will Gabi aber nicht gehen. Zu zweit schaffen wir es, wenn auch mit einiger Mühe. Zurück weist das Feuer den Weg. Romantisch wirkt es in der Dunkelheit. Früh aufstehen sollten wir morgen, meint Uwe, damit wir als erste die Wale besichtigen können. Der Andrang ist hier manchmal groß und es dürfen immer nur zwei Boote gleichzeitig zur Walbeobachtung hinaus. Was soll's, denke ich, wann stehen wir denn mal spät im Urlaub auf?

Alles ist verpackt, wir fahren rüber bis vors große Haus. Und siehe da, wir sind absolut nicht die Ersten. Es herrscht schon mächtig Gedränge im Parterre. Sch... Sogar ein Kamerateam mit allem Drum und Dran ist angereist, um für den mexikanischen Tourismusminister Aufnahmen der Grauwale zu machen. Warten heißt es jetzt für uns. Eine andere deutsche Reisegruppe ist auch eingetroffen; zwei hübsche Frauen sind dabei. Es geht also doch. Öffentliche Busverbindungen von und nach Guerrero Negro scheint es sogar zu geben, denn weitere Personen kommen an. Ein Pärchen mit gewaltigen Rücksäcken auf dem Rücken ist offenbar noch unschlüssig, was sie als erstes machen sollen. Sie wandern hinunter zum weit ins Wasser rausragenden Bootssteg, kommen dann aber zurück. Jetzt gehen sie wieder hinunter und kommen erneut zurück. Beim dritten Anlauf endlich scheinen sie's zu wissen. Sie gehen in die Dünen. Wir wissen auch, was wir wollen: Einen schönen, großen Pott Kaffee im Restaurant nämlich. Und dann noch einen und noch einen. Endlich kommen Boote zuück. Wir sind dran. Jeder schnappt sich eine Weste und geht hinunter zum Steg. Das Bändchen um den Arm zeigt, dass wir bezahlt haben.

Das Boot rauscht los, in die Laguna Ojo de Liebre hinein. In den Dünen sehe ich ein kleines Zelt stehen und das unschlüssige Pärchen sitzt davor. Auch unser Nachtlager erkenne ich; am 5. Klohäuschen, wie ich mir gemerkt habe. Das Ufer entfernt sich immer mehr, die andere Seite der Lagune rückt dafür näher. Wir sind gespannt, was uns heute erwartet. Die erste Fontäne wird ausgemacht, dummerweise aber hinter uns. Zwei Boote kommen entgegen, offenbar sind doch mehr als 2 unterwegs. Weitere Fontänen sind zu sehen, hier und dort jetzt auch auftauchende Walrücken. Immerhin, einige Tausend Grauwale sollen sich hier aufhalten. Die Spannung im Boot wächst. Wilhelm setzt sein Fernglas schon gar nicht mehr ab; für ihn ist eine Walbeobachtung ja Neuland. Auch Margret schaut in die Ferne. Irgendwie wirkt sie auf mich meist desinteressiert, so als ob sie neben sich stünde. Begeisterung für die vielen Erlebnisse dieser Reise habe ich bei ihr bislang kaum bemerkt. Außer vielleicht beim Schmieren ihrer Nutellabrote oder nach dem Genuss der gelben und roten Margerita in Los Barriles.

Das Ziel muss erreicht sein, denn mit leise tuckerndem Motor bleiben wir an Ort und Stelle. Ein weiter, weicher Wellengang grünlich schimmernden Wassers ist um das wiegende Boot. Die Sonne scheint warm durch die dünne, weiße Wolkendecke. Zu unserem Glück fehlt eigentlich nur noch ein Grauwal, der sich streicheln lässt. Wir warten. Ein gewaltiger Rücken hebt sich aus dem Wasser. Nicht weit entfernt, genau in unsere Richtung. Das Fieber hat uns wieder gepackt. Er taucht weg. Hier ist er, schreit jemand. Und tatsächlich, ein riesiger, weiß gefleckter Körper zeichnet sich im Wasser unmittelbar am Boot ab. Jetzt dreht er sich etwas zur Seite, dann schiebt sich sein Kopf schräg aus dem Wasser heraus. Phantastisch der Anblick. So nah, so gewaltig, so sacht, so vorsichtig. Einfach unglaublich! Das Maul mit dem langen, geraden Streifen der Lippen geht wieder unter Wasser. Das Auge habe ich leider nicht gesehen. Noch ist er im Wasser erkennbar. Hoffentlich gelingt das Photo, denke ich. Er verschwindet im Dunkel der Tiefe. Weiter entfernt grüßt sein Rücken ein letztes Mal.

Natürlich sind wir wieder euphorisch. Was haben wir doch für ein Glück. Erst in der Laguna San Ignacio und jetzt auch in der Laguna Ojo de Liebre. Rund herum zufrieden bin ich bereits, aber vielleicht kommt ja noch mehr. Wir warten erneut und suchen gespannt das Wasser ab. Viele Fontänen sind zu sehen und immer wieder tauchen irgendwo entfernt die dunklen, massigen Körper von Grauwalen auf. Manchmal zeigt sich auch nur eine Flosse oder ein schräg aus dem Wasser ragender Kopf. Die Wolkendecke reißt über uns auf, die fernen Ufer liegen schon im Sonnenlicht. Auf der anderen Bootsseite tut sich was; man schaut halt immer in die falsche Richtung. Eine dunkle Schanzflosse schwingt durch die Luft, taucht dann wieder ein. An fast gleicher Stelle kommt jetzt aber eine weit größere Flosse mit vielen weißen Flecken zum Vorschein. Es müssen also zwei Wale sein, die da direkt auf uns zusteuern. Es ist tatsächlich eine Walmutter mit ihrem Jungen, stellen wir zu unserer Begeisterung fest. Wer wollte das nicht mal erlebt haben?!

Ein Baby soll das sein, das da wie ein Torpedo auf unser Boot zukommt? Der ganze Kopf ragt aus dem Wasser, nur die Augen sehe ich wieder nicht. Fasziniert schauen wir ihm entgegen. Kurz vorm Boot geht es unter Wasser, taucht dann auf der anderen Seite auf. Mal ist es jetzt hier, mal da. Es scheint dem Jungen Spaß zu machen, um und unter unserem Boot zu schwimmen. Es spielt wohl. Jetzt schupst es das Boot sogar ein bißchen. Seine Mutter ist natürlich stets dabei. Sie scheint genauestens aufzupassen. Ihr großer gefleckter Körper ist meist tiefer im Wasser zu sehen, hautptsächlich unter dem Boot. Wie leicht könnte sie jetzt unseren Kahn einfach hiefen oder auch umkippen, ist schon mal ein Gedanke von mir. Doch das Vertrauen in die Friedfertigkeit dieser Kolosse ist zu groß, um echte Bedenken aufkommen zu lassen. Gut fünf bis sechs Meter Länge dürfte der Kleine sicher schon haben. Denn bereits bei der Geburt sind ca. 4 1/2 m durchaus normal und älter als 2 Monate kann er nicht sein. Hier in den Lagunen der Baja California kommen sie nämlich alle auf die Welt und das eben nur in der Zeit von Dezember bis März, wo sie sich in dieser warmen Zone aufhalten.

10 m unter Wasser finden die Walgeburten statt. Eine große Walgesellschaft nimmt an diesem Ereignis teil. Das Kleine erhält von der Mutter sofort einen Klaps, damit es an die Oberfläche kommt und dort seinen ersten Atemzug macht. Immerhin wiegt es bei der Geburt schon zwischen 700 und 1.400 kg; bis zum Endgewicht von rund 40 Tonnen hat das Kälbchen aber noch so einiges zu tun. Mit 200 l Milch pro Tag wird der Anfang gemacht und nach zwei Monaten sind die ersten 1000 kg zusätzlich auf den Rippen. Das muß auch so sein, denn schon im März geht die Wanderung der ganzen Sippe zurück in die Arktis. Die Kondition der Kleinen ist zwar noch nicht so toll, aber auf Mamas Rücken darf ausgeruht werden. Und das wird offenbar unter uns gerade geübt. Auf dem Rücken der Mama liegend kommt das Junge jetzt nämlich nach oben, genau vor unsere wartenden Hände. Die Begeisterung ist offenbar gegenseitig. Wir, die streicheln - das Kleine, das die Streicheleinheiten abholt. Keiner von uns an Bord kommt zu kurz. Das Junge hat sich wieder selbständig gemacht, bedient jetzt die andere Seite des Bootes.

Was kaum zu glauben ist, die beiden machen immer noch keine Anstalten, weiter zu ziehen. Auch unser Kapitain scheint seine Freude über unsere Freude zu haben. Sein schwarzer Bartring unter der Nase ist längst zu einem Oval geworden; er lächelt die ganze Zeit schon und ist offenbar stolz, uns sein Land so phantastisch präsentieren zu können. Das Kleine ist wieder links und lässt sich dort kraulen. Der Kopf meist etwas gedreht oder ganz auf der Seite und damit auch der ganze Körper. Es scheint übrigens eine bevorzugte Lage der Grauwale zu sein. Denn nur so können sie ihre drei Flossen überhaupt zeigen. Auf dem Rücken haben sie nämlich keine; lediglich die Schwanzflosse und zwei untere Seitenflossen nennen sie ihr Eigen. Zu unserer Freude kommt endlich auch die Walmutter nach oben. Ihr Kopf schiebt sich jetzt vorsichtig unmittelbar am Boot aus dem Wasser. Sofort sind fleißige Hände am Werk, jeder von uns will sie berühren, sie streicheln. Übersät ist ihre Haut mit Inseln von Seepocken, auch einzelne Haare ragen heraus. Die Faszination des Berührens dieses gewaltigen Tieres ist wieder unbeschreiblich.

Ein Film ist schon verknipst, der Nächste wird eingelegt. Mutter und Kind sind immer noch da, schon fast eine Stunde. Wir können unser Glück nicht fassen. Wie oft hat Gabi das Kleine jetzt schon gestreichelt, wie oft das Muttertier? Gabi ist jedenfalls völlig aus dem Häuschen, sie strahlt. Der Kaptain hat offenbar Zeit zugegeben, denn auch für ihn ist ein so ausdauerndes, unmittelbares Walerlebnis nicht häufig, wie er später erklärt. Auf vielen Touren lassen sich die Grauwale nur von weitem blicken. Das Kleine hat seine Neugier befriedigt, Mutter und Kind verabschieden sich. Ein tolles Bild, die Beiden mit dem Kopf aus dem Wasser ragend, davon ziehen zu sehen. Auch wir müssen zurück. Welch herrliche Tiere sind diese Wale, die miteinander sogar über hunderte von Kilometern in Frequenzen kommunizieren und in der Not Artgenossen herbei rufen können. Die Sonne scheint, das Wasser bewegt sich weich dahin. Einzelne Möwen schaukeln gemütlich drauf, lassen sich vom Boot nicht stören, das durch die weite Lagune dem noch fernen Steg zurauscht.

Die drei Häuser im Parque Natural de la Ballena Gris samt dem Bootssteg kommen schnell näher. Auch das Wasser wird flacher und dann so flach, dass wir den Steg mit dem Boot nicht mehr erreichen. Es ist Ebbe. Also Wanderschuhe von den Füßen, aussteigen und durchs Wasser zum Steg waten. Das hübsche Bild der Gruppe im Watt lasse ich mir nicht entgehen, die Kamera klickt. Noch ist etwas Zeit vor der Abfahrt nach Guerrero Negro; ein Kaffee wird bestellt. Margrit kommt begeistert zurück; sie hat vom Klo aus einen Wal gesehen. Ungläubig mach ich mich auf den von ihr beschriebenen Weg. Aus dem Haus raus und dann zu den beiden kleineren Häusern dahinter. In großen Buchstaben steht tatsächlich auf beiden Häusern 'Banos' geschrieben; eins für Mujeres, eins für Hommes. Über angebaute Freitreppen gelangt man luftig in die erste Etage, kann sich dort gemütlich - mit Hose unten - hinsetzen, durch das breite Fenster auf die Laguna Ojo de Liebre schauen und den Liebesspielen der Grauwale zusehen. Luxus pur, zumal man sich nicht beeilen muß, da für jedes Geschlecht 2 kostenlose Logenplätze eingerichtet sind. Läßt sich kein Wal blicken - wie bei mir - kann man vorzeitig die Wasserspülung drücken - auch die gibt's - und es später noch mal versuchen. (Die Mitnahme eines Fernglases aufs Klo empfiehlt sich jedoch.)

Der Bus mit Uwe ist da, wir können abfahren. Es geht die selbe Strecke wie auf der Hertour durch die Vizcanio Wüste mit ihren Salzfeldern bis nach Guerrero Negro zurück. Ein Photo von diesem bis zum Horizont total flachen Land muß noch sein. Sogar Margrit steigt mit aus, was wirklich selten ist. Nur wenige jämmerliche Sträucher sind zu sehen, ansonsten verteilt kleine Pflänzchen mit weißen, roten und gelben winzigen Blümchen dazwischen. Es sieht irgendwie lieb aus. Margrit scheinen die Blümchen aber weniger zu interessieren, was für eine Frau eigentlich erstaunlich ist. Ihr Interesse gilt offenbar mehr den kargen, raren Sträuchern, denn als einzige wandert sie tiefer in die Vizcainowüste hinein. Fündig ist sie in dieser ebenen Wüste aber nicht geworden; sie kommt zurück. Der Kaffee muß bleiben, wo er ist. Schon von weitem kündigt sich Guerrero Negro an. Eine riesige Flagge in den Landesfarben Grün, Weiß, Rot weht am Horizont. Sie steht exakt auf der Grenze zwischen Baja California Sur und Baja California Norte, den beiden Provinzen der Halbinsel, so jedenfalls erläutert uns Uwe und dort muß man die Uhr um eine Stunde zurück stellen. Die Provinzgrenze ist nämlich zugleich Zeitgrenze.

Einkaufen, Tanken und Wasser abfüllen, muß in Guerrero Negro noch sein. Ein alter Mann kommt an der Tankstelle auf mich zu. Er zeigt mir ein in Spanisch und Englisch beschriebenes Blatt Papier mit dem Bild eines kleinen Mädchens. Das Kind muß dringend operiert werden, lese ich, es fehlt das Geld. Er bekommt einige Pesos in die Sammelbüchse. Solche Sammlungen sind auf der Baja nicht außergewöhnlich, wie wir schon festgestellt haben. Sogar einen Nationaltag der Sammlung für das Rote Kreuz, hier sagt man Cruz Roja, werden wir noch erleben. Sechs Topes sind zu überwinden und die gewaltige Nationalflagge weht neben uns. Es ist mit Abstand die Größte, die ich je in meinem Leben gesehen habe. In einer Kaserne steht sie, die Mex 1 führt im Oval um sie herum. Wir freuen uns, jetzt Baja California Norte erreicht zu haben. Viel anderes sieht's jenseits der - mit dem Lineal quer durch die Halbinsel gezogenen - Grenze aber nicht aus. Schon bald hinter der Grenze macht der Bus einen ersten Stop, für den ich keinesfalls verantwortlich zeichne. Zu sehen ist hier nämlich nichts, außer einem endlosen Wall an Gestrüpp. Uwe spricht was von Sarafan-Dünen.

Mit schnellen Schritten stapft Uwe, dicht von der Spitzengruppe verfolgt, auf den Gestrüppwall zu und verschwindet drin. Die hinterlassenen Spuren im weißen Sand sind aber nicht zu verfehlen. So ganz eng steht das Buschwerk - wie es den Anschein hatte - jedoch nicht. Hinter Buschinseln geht es stets weiter. Wunderbar ist der weiße Sand, der unter unseren Schuhkloben knirscht. Er gewinnt jetzt auch an Boden, die Büsche werden weniger, es wird dünenmäßiger. Die Spitzengruppe wartet auf uns Nachzügler, saust dann gleich weiter. Von mir aus. Ich schau mir jedenfalls erst die kleinen, gelben Blümchen genauer an, die hier massenhaft direkt aus dem Sand wachsen. Weiter oben auf der Düne gedeiht das Gleiche, nur in Weiß. Und ganz oben ... Ich bin überwältigt. Ohne jede Vorbereitung oder Vorstellung liegt plötzlich das weiße, phantastische Dünenmeer des Sarafan vor mir. Bis zum Horizont reicht diese Pracht und nur in einem kleinen Ausschnitt ist ganz in der Ferne das blaue Meer als schmaler Steifen auszumachen. Die vorderen, hohen Dünen sind teilweise noch grün dekoriert; das Gestrüpp gibt hier dem Bild wahrlich das Tüpfelchen auf dem i. Das zweite Tüpfelchen wird unsere Spitzengruppe, die bereits die nächste Düne erklimmt. Und über allem ein blauer Himmel auf dem weiße Wolkenschleier ziehen.

Herrlich, herrlich. Ich kann mich auf meiner hohen, weißen Düne nicht satt genug sehen. Uwe krackselt schon auf der übernächsten Düne herum. Verflixt nochmal - ich muß hinterher, um die Gruppe nicht in diesem märchenhaften, weißen Meer zu verlieren. Wie gerne hätte ich aber gerade hier, dem Platz der Überwältigung, noch eine Zeitlang sitzen wollen, um das Bild tief in mich aufzunehmen. Steil, mit großen Schritten geht's an einer noch jungfräulichen Dünenseite hinab. Es ist ein Genuß in diesem feinen und so unglaublich weißem Sand zu tappen. Gabi hat Spaß dran, sich einfach mal in eine kleine, geriffelte und unberührte Dünenwelle zu knien. Weiter müssen wir. Durch ein Tal geht es zur nächsten hohen Düne. Leicht rötlich angehaucht ist der Sand in den Tälern - eigenartig. Hoch stapfen wir, nicht in den Spuren der anderen, man will unberührten Sand unter den Schuhen haben. Anstrengend ist der Aufstieg im Sand, wird aber umgehend belohnt mit dem sich schnell weitenden Blick. Und wieder sieht man über die unzähligen Dünenkuppen bis hin zum Horizont.

Auf einer hohen Düne hat es sich die Gruppe bequem gemacht. Als Letzter schließe ich auf. Begeistert sind alle von den Sarafandünen. Für mich am Beeindruckendsten ist aber das Weiß der Dünen, die ich in dieser Farbe auf meinen Reisen in Wüstengebiete noch nie gesehen habe. So ganz ungefährlich sind die Sarafan-Dünen jedoch nicht, weiß Uwe zu berichten. Denn durch das kalte Wasser des Pazifik herrscht im Sarafan häufig Nebel, insbesondere am Vormittag. Gerät man nun auf seiner Wanderung in Nebel, ist die Orientierung rasch verloren und man verirrt sich total in der Weite des Dünenmeeres. Für uns aber kein Thema, da wir jetzt schon wieder zurück müssen. Die verspätete Walbeobachtung läßt grüßen. Sogar auf festem Boden wandern wir jetzt teilweise in den Tälern. Eine besonders steile Düne dient der Gruppe als Rutschbahn und schneller als gedacht, sind wir wieder am Ausgangspunkt. Wirklich schade, dass wir nicht mehr Zeit für diese wunderschönen Sarafandünen gehabt haben. Die Mex 1 nimmt den Bus erneut auf, eine Zeitlang sind noch die Ausläufer des Sarafan linker Hand zu sehen, dann begleiten uns wieder die Cardons auf dem Weg hinauf in den Norden der Baja California.

Fortsetzung: Zur Mission San Francisco de Borja


 



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