Seite 3 vom Bericht Mexiko Yukatan

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Bildergalerie Mexiko Yukatan







Unsere Reise nach Mexiko - Yukatan im Nov. 1996


IV

Labna ~ Playa del Carmen



 click, für großes Bild in neuem Fenster Auf dem Bild ist eine der vielen, neben und untereinander stehenden Chac Masken zu sehen. Glotzäugig und mit rüsselartig geformter Nase sind die Chac Masken ausgebildet. Leider sind die meisten der langen, gebogenen Nasen im Laufe der letzten Jahrhunderte abgebrochen. Dennoch der Gesamteindruck ist schon faszinierend. Weitere kleine Masken sind zudem in die großen Chac Masken integriert. Selbst die Eingangsstufen des Gebäudes weisen die Rüsselform auf, wie das vorherige Bild zeigt. Zur Klarstellung: Ich habe den Eingangsrüssel aber nicht abgebrochen und als Souvenir mit nach Hause gebracht. - Unterhalb des Codz Poop gab es gewaltige Kellerräume, deren Zweck mir unklar geblieben ist. Durch riesige Löcher in den Wänden nach Daußen, könnte man hinein. Ich wage es aber nicht.

Die Mayastadt Kabah ist auf Hügeln und Fels errichtet. Man kann hier in völliger Ruhe herumstreifen und alles erforschen. Auch eine Pyramide gibt es oder besser gesagt, gab es in Kabáh. Sie ist heute leider nur noch ein Schuttkegel.
Am 22. April 1519 wurde auf der yakatanischen Insel Cozumel eine jahrtausendalte Prophezeiung wahr: die Wiederkehr von Gott Federschlange, jenes hellhäutigen und bärtigen Gottes Kukulcán, der ehedem die Maya - nach uralter Überlieferung - in Astronomie, Architektur, Weberei und Bilderschrift unterwiesen haben soll. Dieser hochverehrte Weiße Gott war von Osten her übers Meer gekommen und nach dort auch wieder entschwunden. Zum Abschied gab Kukulcan das Versprechen, eines fernen Tages zurück zu kehren.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Es gehört zu den großen Wundern, dass die Maya-Gelehrten die Rückkehr dieses schwarz gewandeten Bärtigen auf den Tag genau vorhergesagt hatten. Der Zufall wollte es, dass jener 22. April ein Karfreitag war und deshalb alle spanischen Offiziere an Deck schwarze Feiertagsmäntel trugen. Ein verhängnisvoller Zufall der Geschichte. Den Anführer Hernando Cortez hielten die Maya so lange für den göttlichen Kukulcán, bis er ihr Land schließlich erobert hatte. So steht es jedenfalls geschrieben.
Auf dem linken Bild ein Gebäude aus der Mayastadt Labná bzw. Labna. Ich könnte hier zwar noch weitere Photos aus Labna präsentieren, doch für jemanden, der die Stätten nicht selbst gesehen hat, dürfte es doch weniger von Interesse sein. Daher nur noch ein weiteres Bild aus der Stadt Sayil.

 bitte klicken Von Kabah aus ist die nächste Mayastadt nicht weit entfernt. Es ist die weitläufige und teilweise schon restaurierte Stadt Sayil. Auf dem Bild das Prunkstück von Sayil; es trägt den spanischen Namen Gran Palacio. 80 m ist das Gebäude lang, aber nur die linke Hälfte vermittelt noch einen Eindruck von dem ehemaligen Aussehen. Der Teil rechts der Freitreppe ist nicht mehr als ein Schutthaufen. Bemerkenswert sind hier die Säulen, die wir ansonsten nirgends bei einem Gebäude in Yukatan gesehen haben. Auch in Sayil konnten wir die Besucher an den fünf Fingern abzählen.

Die Karibikküste hat uns wieder. Das zweite Mal schon fahren wir die gesamte Strecke von Cancun runter bis Tulum und weiter bis Coba und von Cobá wieder zurück über Tulúm bis Playa del Carmen. Eine vergessene Scheckkarte in Coba hat`s geschafft und der Umstand, dass die Autobahn von Merida nach Cancún über 200 km keine Abfahrt kennt. Eine tolle Leistung der Straßenbauer. Von Coba aus kommt man zwar auf die Autobahn, jedoch nicht auch an der selben Auffahrt runter, wie wir uns das so schlicht gedacht hatten. Aber wir haben ja Urlaub und genießen halt erneut die schöne Karibikküste von Yukatan. Und jetzt sind wir auch absolut sicher, dass Playa del Carmen der richtige Badeort für unsere Erholungstage sein wird. Wir haben es nicht bereut. Viel Regen gab es übrigens nicht, wie die Bilder vermuten lassen könnten. Die Fotos gefallen mir nur besser.

 bitte klicken Am weiten Strand von Playa del Carmen. Dieser Badeort auf dem Festland - genau gegenüber der Insel Cozumel - bietet eigentlich alles, was man als Tourist sich so wünscht. Kleine Läden für Alles und Jedes, Cafés zum draußen sitzen, kleine und größere Hotels, Pensionen sowie reichlich Restaurants mit wirklich vorzüglichem Essen. Die Auswahl fällt daher schwer; wir sind der Qual der Wahl dadurch entgangen, dass wir einfach täglich gewechselt haben. Playa del Carmen ist nicht nur Anlegestelle für die Überfahrt nach Cozumel, sondern auch für die Kreuzfahrtschiffe. Selbst die Astor hatte hier ihren Stop und entlud ihre Fracht in Richtung Chichen Itza und an den Strand. Es waren - wir haben gestaunt - alles Russen, die offenbar die Astor gechartert hatten. Von wegen, die Russen sind heutzutage entweder bedürfig oder aber Mafialeute. Denn so viel Mafialeute, wie man mittlerweile rund um den Globus trifft, kann es wirklich nicht geben.

 bitte klicken Auf dem Bild unsere hübsche, begrünte, kleine Hotelanlage in Playa del Carmen fast direkt am Strand und - wichtig - auch nahe der Flaniermeile. Das Zimmer war in Ordnung und die Preise hielten sich im Rahmen, wie eigentlich in ganz Yukatan. Nepp haben wir - jedenfalls in 1996 - nicht kennen gelernt. Auch hatten wir im November keinerlei Probleme mit den Unterkünften, selbst an den Mayastätten Coba, Uxmal und dem überlaufenen Chichen Itza. Wir sind allerdings auch nicht in der Hauptsaison nach Yukatan gefahren, die beginnt hier erst im Dezember.

 bitte klicken Wunderschön bummeln läßt es sich in Playa del Carmen. Auf dem Bild die Flaniermeile, die parallel zum Strand verläuft, und eigentlich alles zu bieten hat. Schon am frühen Nachmittag geht's mit sehen und gesehen werden los. Sitzplätze zum Essen und Trinken sind gut vorhanden, sowohl auf dem Sträßchen als auch in den vielen Restaurants und Cafés. Happy Hour bedeutet hier nicht Verbilligung, sondern doppeltes Getränk. Shops gibt's ebenfalls in Hülle und Fülle und wer nichts findet ist selbst Schuld. Wir haben ein Mayarelief aus gebranntem Ton mitgebracht. Abends wenn alles unterwegs ist, um sich zu zeigen, ist es in Playa natürlich am Schönsten. Und vom kleinen Hafen aus, sind sogar die Lichterketten der Insel Cozumel zu erkennen. Als Fazit: Wir haben uns in Playa del Carmen wirklich wohl gefühlt. Das galt wohl auch für eine Hundeehepaar, das die Aufmerksamkeit und Bewunderung der ganzen Flaniermeile auf sich zog. Die Beiden hingen nämlich ca. eine Stunde fest aneinander und schauten dabei treuherzig in entgegengesetzte Richtungen.

 bitte klicken Lange, ausgedehnte Wanderungen kann man an der Karibikküste von Yukatan wunderbar machen. Allerfeinster Sand ist über weite Strecken selbstverständlich. Sobald man das Dörfchen, von dem man loswandert, verlassen hat, ist man allein. Selten nur trifft man andere Strandwanderer oder einsame Sonnenanbeter. Hin und wieder kommt man allerdings an weitläufigen Ferienanlagen für Pauschaltouristen mit "Alles Inklusive" vorbei. Mißlich für uns, nicht einmal einen Kaffee konnten wir uns bestellen. Wir hätten eine Halbtageskarte kaufen müssen. Auf dem Heimflug trafen wir ein Päarchen, das ein solch günstiges Reisepaket gebucht hatte. Weil es aber so günstig war, blieben sie die zwei Wochen denn auch nur in der Anlage. Sie hatten von Yukatán - wir wollten es wirklich nicht glauben - absolut nichts gesehen. Dafür waren sie aber wunderschön braun gebrannt.

Am Strand zu sitzen und einfach aufs Meer zu schauen, die Brandung zu genießen, die ziehenden Wolken zu beobachten ist für mich eine der schönsten Beschäftigungen. Es beruhigt, öffnet die Seele und läßt die Gedanken schweifen. Hier in Yucatan wanderten meine Gedanken vor allem in die Zeit der Mayas bei der Ankunft der ersten europäischen Seefahrer zurück. Eine Begegnung, die so folgenschwer für diesen Kontinent werden sollte. Sämtliche bestehende Kulturen wurden vernichtet, alle Vöker unterjocht und letztlich auch ausgerottet. Eigentlich unvorstellbar, welches Leid sich hier zugetragen hat, gerade auch in dem Land, an dessen Küste ich jetzt sitze und mir die kleinen Caravellen vorstelle, die mit geblähten, weißen Segeln auf das Land zusteuern.

- Yucatan, du hast alle unsere Erwartungen erfüllt; es war wunderschön ! -
 


 



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