Seite 6 vom Bericht Namibia - Kaokoland

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Reise nach Namibia - Kaokoveld im Okt. 2001


 VII

Cape Cross ~ Walvis Bay



 click, für großes Bild in neuem Fenster Beim Erreichen des Atlantik trifft man auf die Küstenstraße, die südwärts nach Swakopmund führt und Richtung Norden in den Skelett Küsten Park sowie nach Cape Cross. Diesen Ort sollte man unbedingt anfahren, da dort eine große Robbenkolonie ihren Platz hat. Auch wir konnten unseren Reiseleiter zu einem Besuch bewegen, obgleich das Programm es nicht vorsah. Hunderte von Robben tummelten sich tatsächlich hier. Offenbar ist es ein idealer Platz für sie. Glatter Fels zum Sonnen und Dösen und gleich nebenan ein reich gedeckter Tisch. Der kalte Benguelastrom bringt offenbar Nahrung in Hülle und Fülle für alles, was sich im Wasser bewegt. Es stinkt allerdings kräftig an diesem Platz, insbesondere natürlich nach Fisch.
Das Zusammenleben der Robben scheint manchmal recht ruppig zu sein, denn so etliche blutende und verwesende Kadaver sind auch zu sehen. Es dürfte das Werk der diversen Robbenbullen sein, die recht aggressiv ihr Territorium verteidigen und den Harem unter ihrer Knute halten. Eine Gedenktafel aus portugiesischer Seefahrerzeit hat ebenfalls ihren Platz in Cape Cross bzw. dem Kreuzkap gefunden. Sie erinnert an Diego Cao, der als erster Europäer sich so weit nach Süden vorgewagt hatte und hier vor Freude gleich ein Kreuz hinstellte.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Von Cape Cross aus ist Swakopmund auf der schnellen Küstenstraße bereits in etwa einer Stunde erreicht. Die Baulichkeiten sind alle niedrig gehalten, jedoch mit recht breiten Straßen dazwischen. Das Zentrum mit der nahen Uferpromenade sind wirklich hübsch und auffallend sauber. Es macht Spaß herum zu schlendern, einen Blick in die schönen Geschäfte zu werfen und Kaffee mit bestem Kuchen zu vertilgen. Auch in Swakopmund gibt es - wie in Windhoek - noch kleine anheimelnde Kirchen und Gebäude aus deutscher Zeit. Alles erscheint mir hier am Deutschesten zu sein. Auch mit der Sprache absolut kein Problem. Unsere Unterkunft wird zu einem besonderes Ereignis für mich: Erstmalig nächtige ich nämlich in einem Altersheim, auch wenn ich verlauten lasse, dass es wohl noch etwas verfrüht sei. Vorwiegend sprechen die Herrschaften hier deutsch. Mit der Vermietung an Touristen verschaffen sie sich ein kleines Zubrot und vor allem auch Unterhaltung. Jeder Gruß und jedes Schwätzchen mit uns, wird mit größtem Wohlwollen vermerkt. Auch wir freuen uns über den netten Kontakt, insbesondere während des ausgiebigen Frühstücks. Den späten Abend verbringen Gabi und ich in einer gemütlichen Kneipe, in der zu unserem Erstaunen fast nur deutsch gesprochen wird und offenbar jeder ein Schalke-Fan ist, wie die Wimpel etc. an den Wänden ausweisen. In Afrika zu sein, merkt man hier wirklich nicht.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Die Walvis Bay oder auch Walfisch Bay, die nur ca. 30 km südlich von Swakopmund liegt, ist heute Teil von Namibia. Vor der Unabhängigkeit Namibias war die Walvis Bay mit gleichnamiger Stadt und Überseehafen eine Exklave von Südafrika. Aus der Kolonialzeit stammte dieses Relikt. Während der deutschen Kolonialzeit war gerade der Umstand problematisch, dass die Walvis Bay den einzigen natürlichen Überseehafen entlang der gesamten namibischen Küste beinhaltete und dieser von den Engländern beherrscht wurde. Die deutschen Versuche in Swakopmund, durch einen langen Steg hinaus aufs Meer auch die Überseeschiffe löschen zu können, scheiterten. Der Steg ist noch heute zu sehen. Die flach gebaute Stadt Walvis Bay ist uninteressant; interessanter sind die weit ins Meer hinaus reichenden Polder zur Land- und Salzgewinnung. Denn dort halten sich Unmengen von Vögeln, insbesondere Tausende von rötlich gefärbten Flamingos auf. Ein herrlicher Anblick, wenn diese gleichzeitig auffliegen, einige Runden drehen und weiter draußen wieder landen.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Diese gewaltige Felsformation zeigt sich an der Straße von Swakopmund bzw. Walvis Bay nach Windhoek. Sie liegt bereits im Gebiet des Namib Naukluft Park, einem wüstenhaften Nationalpark, der bis weit in den Süden von Namibia hinabreicht und die wohl höchsten Dünen der Welt für Touristen bereit hält.

 bitte klicken Die Kamera ist unserem lieben Gerold am Kopf bereits festgewachsen. Was bin ich doch für ein kleiner Wicht mit meiner Pocket und den 12 Filmen, die ich grundsätzlich nur auf meine Reisen mitnehme und diesmal sogar - verflucht - einen Film zweimal verknippst habe (wegen des ärgerlichen Kamerawechsels). Aber Dank Dir, Gerold, dass Du für meine Bilder stets diesen hervorragenden Vordergrund abgegeben hast und man auch weiß, in welche Richtung man kucken muß. Hier muß man also in Richtung Atlantik schauen. Denn von dort her kommen die Wolkenschwaden und -schleier bis tief ins Hinterland gezogen und lösen sich erst nach ca. 40 - 50 km endgültig auf, ohne allerdings Regen zu bringen. Es ist eine wirklich stimmungsvolle Atmosphäre hier im Hinterland, zumal wenn man auf solch gewaltigen Felsbrocken steht und diese weite Sicht von oben hat.

 bitte klicken Für die Fahrt von Swakopmund nach Windhuek sind zwei Strecken möglich. Die schnelle, geteerte und direkte Hauptstraße, die ca 4 Stunden benötigt, oder die südlichere, die durch einen Teil des Namib Naukluft NP führt, jedoch etwa 7 - 8 Stunden dauert. Wir nehmen selbstverständlich die durchaus gute Pistenstraße, denn sie soll landschaftlich wesentlich mehr bieten. Hier geht es z.B. durch das interessante Gebiet des jetzt ausgetrockneten Kuisebfluss. Die Bodenformation ist wirklich einzigartig, wie auf dem Bild zu sehen ist. Die gesamte Strecke hat mir übrigens gut gefallen.

 bitte klicken Es freut mich riesig, dass wir auch noch einige Exemplare vom seltenen Köcherbaum - hier im nördlichen Namib Naukluft Park - zu sehen bekommen. Er ist nur in Namibia und im nord-westlichen Teil von Südafrika zu Hause. Schon von weitem hatte ich die seltsame Form dieser drei einsamen Bäume bemerkt und freundlicherweise führte die Straße auch direkt auf sie zu. Ein Photostop war natürlich zwingend. Die Köcherbäume stehen wegen ihrer Seltenheit unter Naturschutz. Weiter im Süden, in der Nähe von Keetmanshoop, gibt es sogar einen ganzen Wald von etwa 300 Exemplaren dieses Köcherbaumes. Er ist bekannt geworden unter dem Namen Kokerbaumwald und wartet jetzt sehnsüchtig darauf, von uns mal besucht zu werden. Eine zweite Reise nach Namibia - dann in den Süden - ist daher schon fest eingeplant.

 bitte klicken Dieser seltene Köcherbaum kann bis zu 8 m hoch werden. Unsere drei Exemplare hatten erst ca. 3 Meter erreicht und damit hoffentlich noch ein langes Leben vor sich. Den Namen Köcherbaum verdanken sie dem Brauch der hier ehemals lebenden Buschmänner, ihre Äste auszuhöhlen und die harte Rinde als Köcher für die Pfeile zu verwenden. Dass man heutzutage so wenige dieser Bäume und auch Tiere im Namib Naukluft Park sieht, dürfte aber kaum die Schuld der Buschmänner gewesen sein. Denn Eingeborene treiben meist keinen Raubbau an der Natur, da sie sie als Lebensgrundlage erkannt haben und in Eintracht mit ihr leben.

 bitte klicken Ein weiterer Höhepunkt der Südroute ist der Gamsberg mit dem gleichnahmigen Paß. Der markante, wie mit einem Lineal gezogene Kopf des Gamsberg ist schon aus großer Entfernung auszumachen und weist so den Weg. Und die Steigung auf den Paß des Gamsberg hört nicht auf. Mehr als 1000 m - auch in Serpentinen - müssen genommen werden. Ganz oben dann eine interessante Begegnung: Zwei luxuriöse Mercedesfahrzeuge, eine Limusine sowie ein Sportwagen, deren Formen mir jedoch völlig unbekannt waren. Namibia ist das Eldorado für Fahrzeugbauer, wie mir die beiden Spezialisten erklärten. Hier werden nämlich die Pkw's der nächsten und auch schon der übernächsten Generation getestet. Und diese Fahrzeuge sind vollgestopft mit Elektronik, die alles und jedes messen. Die Tester sind übrigens gehalten, immer unmittelbar am Auto zu bleiben. Der Grund: Es soll die Veröffentlichung von Photos der Neuwagen verhindert werden, da die Tester das Recht am eigenen Bilde geltend machen können, sofern sie mit auf dem Photo sind. Später sollten wir auch Opel-Testwagen zu Gesicht bekommen.

 bitte klicken Auf dem Bild hat man bereits das gesamte Zentrum von Windhoek vor Augen. Nach rechts und links hin werden die Häuser schon niedrig. Das Zentrum ist - wie man sieht - modern mit neuen, kleineren Einkaufsstraßen und sogar mit Fußgängerpassagen. Auch ein Internetkaffee haben wir gefunden. Am Sonntag ist hier allerdings absolut tote Hose. - Windhuk liegt in einem weiten Tal über 1600 m hoch. Durch die Höhe war daher die Temperatur bei unserem Aufenthalt im Oktober recht angenehm. Einen einzigen, dafür aber besonders kräftigen Regenguß haben wir im trockenen Namibia auch erleben dürfen. Freundlicherweise kam er jedoch nicht im Kaokoveld herunter, sondern prasselte lautstark auf das Wellblechdach des Flughafens kurz vor dem nächtlichen Abflug zurück nach Deutschland am 02. November 2001. Auf Wiedersehen Namibia, dein Süden muß noch etwas warten. Du kannst aber sicher sein, dass wir kommen werden !!.

 bitte klicken Ein stimmungsvoller Abschluß unserer Reise nach Namibia auf dem letzten Stück von Fankfurt entlang des Rheins nach Düsseldorf. Eine Aufnahme mit meiner schnellen Pocket aus dem fahrenden Zug.

N a m i b i a   D u   h a s t   u n s   g e f a l l e n !


 



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