Seite 2 vom Bericht Malaysia - Borneo

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Unsere Reise nach Malaysia mit Borneo


-  III  -

Borneo ~ Sabah ~ Kalimantan



Es ist ein kleineres Propellerflugzeug, das uns von Sibu in Sarawak nach Kota Kinabalu in Sabah, ganz im Nord-Osten von Borneo bringen soll. Erstmalig sitze ich in einem Flieger unterhalb der Tragflächen, so dass ich wunderbaren, unbeschränkten Blick über das Land Sarawak bekomme. Die Sicht ist gut und unten sehe ich riesige Urwälder vorbei ziehen, durch die sich Flüsse und Bäche, manchmal auch Straßen schlängeln. Aber auch gerodete oder abgebrannte Flächen sind auszumachen, meist entlang der Flüsse.

 Bitte klicken Ein großer Flusslauf kommt näher, der sich wie eine Schlange in die Ferne windet. Noch warte ich ab, denn das wird mein Photo. Erst jetzt mache ich Klick, wie man sehen kann. Es wird Abend und die ersten Lichter blinken herauf. Die größere Stadt dort unten am Meer kann nur Miri sein, noch in Sarawak gelegen. Völlig dunkel ist es schon. Unter uns beginnt ein Lichtermeer sich auszubreiten. Und das auf Borneo. Na klar, das muß der superreiche Ministaat Brunei mit seinen Ölvorkommen sein. Der Sultan von Brunei gilt denn auch als reichster Mann der Welt und ich meine, von hier sogar seinen Palast sehen zu können. Im 19 Jh. wurde also von diesem Ort aus ganz Sarawak regiert. Hier ist auch James Brook, der erste Weiße Raja (gesprochen wie Radscha), beim Sultan von Brunei ein und aus gegangen. Unten ist das Lichtermeer vorbeigezogen und unser Sinkflug beginnt. Die Hauptstadt Kota Kinabalu von Sabah liegt vor uns. Ein luxuriöses Hotel direkt am Meer wartet dort auf seine Gäste aus dem tiefsten Sarawak.

Ungewohnt gut haben wir in Kota Kinabalu geschlafen. Eigentlich aber kein Wunder, da wir immerhin mal wieder in einem richtigen Bett gewesen sind. Früh aus den Federn müssen wir allerdings, denn der Mount Kinabalu ruft. Auf den höchsten Berg von ganz Süd-Ost Asien, den 4.101 m messenden Mount Kinabalu wollen wir steigen. Allein heute bis auf eine Höhe von 3.300 m, zur Laban Rata Station; um 3.00 Uhr morgens am nächsten Tag dann ganz hinauf zum Gipfel. So jedenfalls steht es im Programm. Sicherlich eine ordentliche Leistung, wenn ich bedenke, dass wir hier auf Meereshöhe genächtigt haben.

 Bitte klicken Der Bus steht parat. Ca. 80 km ist der Mount Kinabalu von Kota Kinabalu entfernt. Die Straße erweist sich als sehr gut, was ich hier am Ende der Welt nicht gedacht hätte. Richtig bergig wird es schon bald nach Verlassen von Kota Kinabalu. Rauf und runter geht die Fahrt, in Tälern entlang, auch durch Wald, obgleich schon viele Hügel und Hänge abgeholzt sind. Weite Blicke über das bergige Land eröffnen sich immer wieder und auch der Mount Kinabalu zeigt schon seine Flanken. Der obere Teil steckt leider in kräftigen, dunklen Wolken, was uns gar nicht gefallen mag. Auf gut 1000 m Höhe wird ein kleines Dorf mit quicklebendigem Markt erreicht. Ein Stopp ist natürlich Pflicht und sofort schwärmen wir aus. Ein Foto hier, ein Foto da, die Marktweiber nicken zustimmend. Auch das Panorama über die Bergwelt ist mir ein Photo wert, wie das Bild zeigt.

Die Basisstation auf etwa 1.900 m Höhe wird erreicht. Es ist eigentlich keine Station, sondern ein kleines Dorf, das sich hier am Beginn des Steiges auf den Mount Kinabalu angesiedelt hat. Voll ausgerichtet ist denn alles auf Touristmus. Unterkünfte, Souvenirshops, auch ein größeres Hotel gibt es. Genügend Autos und Busse stehen ebenfalls herum. Nicht alle, die hier her kommen, wollen allerdings auf den Kinabalu steigen. Sie quartieren sich ein, um gut angelegte, einfache Wanderwege abzulaufen, die herrliche Natur zu genießen sowie seltene Orchideen oder Kannenpflanzen zu sehen. Bartel und Erika gesellen sich zu ihnen, denn sie haben einfach keine Lust mehr, in diesem Urlaub auch noch auf den Mt. Kinabalu zu krackseln. Einige Ringitts, so nennt sich die hiesige Währung, werden für den Aufstieg fällig und einer Erlaubnis bedarf es auch. Dafür ist der Steig auf den Kinabalu aber bestens mit hunderten von Stufen, Geländer etc. angelegt und wird zudem gewartet.

 Bitte klicken Aufwärts geht es, Stufe um Stufe. Recht steil führt die Treppe durch herrlichsten, knorrigen Wald nach oben. Allein sind wir nicht auf Wanderschaft, denn so einige Male werden Gabi und ich überholt; andere treffen wir an kleinen Rastplätzen am Weg. Das anstrengendste Stück haben wir offenbar hinter uns. Der Weg wird jetzt auf langen Strecken flacher, wenn er auch immer höher geht. Eine Freude bei uns, die Sonne bricht durch die Wolken und bescheint die phantastisch üppige Natur um uns herum. Nur auf dem Pfad ist noch ein Weiterkommen; links und rechts ein einziges Gewirr aus Pflanzen, Buschwerk, Wurzeln und Bäumen. Wunderschön in diesem Chaos der Natur zu wandern. Eine Wanderung ist es jetzt auch wirklich, kein Vergleich mit den Strapazen im Taman Negara NP; eine zivilisierte Bergwanderung.

 Bitte klicken Erste Farnbäume tauchen auf, die ich so sehr liebe. Immer mehr werden es, bis wir fast in einen Farnwald eintauchen. Kühl ist es geworden, obgleich die Sonne noch zwischen den saftig grünen Farnwedeln durchblitzt. Unter dem Äquator wandern wir hier, geht es mir durch den Kopf. Aber auch hier spielt die Höhe eben eine entscheidende Rolle und zwar eine stärkere, als man glauben möchte. Schon auf 1000 m ist es selbst im tiefsten Afrika eher angenehm als heiß. Auf über 2000 m wird es dann kühl und auf über 3000 m schon kalt bis saukalt, wie wir noch heute Nacht erleben sollten. Steil geht es manchmal neben unserem Pfad bergab. Und das sind die Stellen, die zu einem Halt zwingen. Weit sehr weit geht hier der Blick über das Bergland von Sabah. Es ist ein schönes Bild, die Berge und Hügel mit den ziehenden Wolken zu betrachten und sich dabei zu wundern, dass das tropische Borneo in großen Teilen so bergig ist und zudem noch den höchsten Berg von ganz Süd-Ost Asien für uns bereit hält.

 Bitte klicken Wolken nehmen den Mount Kinabalu wieder in Besitz. Es fängt leicht zu nieseln an. Die Feuchtigkeit ist in dieser Region allgegenwärtig; man spührt es förmlich. Wir haben den Wolkenwald des Mt. Kinabalu erreicht. Wolken ziehen denn auch durch das Gestrüpp links und rechts des Weges und über die Hänge. Dieter, unser tropischer Kundiger als Gärtner, ist mühsam im Buschwerk unterwegs. Und er hat offenbar gefunden, was er sucht, denn er ruft: Kommt mal her. Ich arbeite mich zu ihm hoch, dann sehe auch ich das seltene Prachtstück. Eine gewaltige Kannenpflanze hängt an langem Stil herab. Fast bis oben ist der Behälter mit Wasser gefüllt, der Deckel steht aufgeklappt darüber. Ich bin fasziniert von ihr, denn diese Größe bei Kannenpflanzen habe ich bei weitem nicht erwartet. Ein paar Käfer hat sie heute schon gefangen; vergeblich versuchen sie, sich aus diesem tötlichen Gefängnis zu befreien. Andere liegen tief unten im Kelch, halb aufgelöst. Eine fleischfressende Pflanze ist diese Kannenpflanze, die wie Dieter mir fachmännisch erläutert, auch Pitcher Plant oder Nepenthacea genannt wird.

 Bitte klicken Wir finden eine weitere Pitchers Plant bzw. Nepenthacea in der Nähe. Diese ist mehr rötlich, schlanker und beeindruckt gleichermaßen. Allein der Anblick dieser Kannenpflanzen (Pitcher Plant, Nepenthacea) - so geht mir beim Weiterwandern durch den Kopf - lohnte schon den Besuch von Sabah und den bisherigen Aufstieg am Mount Kinabalu. Dieter zeigt mir weitere Seltenheiten, diesmal Orchideen, die ich als Laie einfach nicht entdeckt hätte. Die Wolken lassen uns nicht mehr los, nur ab und zu geht noch ein Blick hinab zur Bergwelt von Sabah. Immer kühler wird es und ich bin froh, meinen dicken Pullover trotz des Parker mitgenommen zu haben. Das dichte Busch- und Baumwerk bleibt bis über 3000 m Höhe unser ständiger Begleiter. Im Nebeldunst schält sich jetzt schemenhaft der Buckel des Kinabalu heraus. Glattes Granitgestein scheint dort zu sein. Und genau am Übergang der Vegetation zum nackten Fels ist auch unser Ziel, das Gebäude Laban Rata zu erkennen. Einen weiten Hang müssen wir aber noch hinauf. Unmittelbar am Abbruch des Hangs in eine steinige Schlucht führt der Weg nach oben. Es nieselt wieder, kalt ist es geworden. Erschöpft, aber heilfroh betreten wir das gewärmte Haus Laban Rata auf 3300 m.

 Bitte klicken Richtig Stimmung herrscht hier. Erstaunlich, wie viele Gipfelstürmer des Kinabalu sich versammelt haben. Halb Hütte, halb Hotel scheint Laban Rata zu sein. Hütte ist jedenfalls das Schlafgemach, denn 6 doppelstöckige Betten stehen im Zimmer. Belegt sind sie alle, wie offenbar auch weitere Zimmer. Einen heißen Tee lassen wir uns erst mal im Essraum servieren; in die dicken Colter vom Bett eingewickelt erwachen allmählich auch wieder die Lebensgeister. Sehr spät wird es aber nicht, denn um 3.00 Uhr soll Wecken sein. - Pünktlich geht der Tumult im Haus los. Stockduster ist es draußen. Noch halb im Schlaf kletter ich vom Hochbett herab. Gabi dreht sich unten zur anderen Seite um und murmelt: Geh du allein. Viel Lust hab ich auch nicht. Dennoch mal sehen, wie das Wetter heute ist. Erfreut stelle ich fest, dass es draußen gießt. Meinen guten Willen habe ich jedenfalls gezeigt, denke ich, als ich ins warme Bett zurück steige. Beim Frühstück trifft sich - was keiner voneinander erwartet hätte - die vollzählige Gruppe. Gott sei Dank, viel zu sehen gab es bei dem schlechten Wetter auf dem Mount Kinabalu nicht, wie die ersten Rückkehrer berichten.

 Bitte klicken Gegen 10 Uhr hört tatsächlich der Regen auf und es wird draußen lichter. Zeit also für unseren Abstieg, denn vollzählich sind wir ja. Und wir wissen jetzt auch, dass wir den Gipfel erklommen hätten, wenn am Kinabalu noch eine Nacht dazwischen gewesen wäre. In so kurzer Zeit von 0 auf 4100 m Höhe zu steigen, hält selbst der stärkste Mann nicht aus - darin sind wir uns alle einig. Das Programm ist Schuld an der Pleite. Die Sonne verwöhnt uns während des Abstiegs. Gemütlich gehen wir hinunter und lassen die Natur des Mt. Kinabalu intensiv auf uns wirken. Nach guten 4 Stunden ist der Bus wieder erreicht. Etwa die Zeitspanne, die die Sieger bei Wettkämpfen bis zum Gipfel des Kinabalu und zurück brauchen. Man kann es eigentlich nicht glauben.

Die beiden fröhlichen Spaziergänger Erika und Bartel kommen mit an Bord und ab fährt der Bus Richtung Kota Kinabalu. Eine Erdnussfabrik liegt passend am Weg. Alexandra strahlt und zwei Säcke, gefüllt mit Nüssen, wechseln den Besitzer. Auch unser Co-Pilot ist zwischenzeitlich nicht untätig gewesen; hinten im Kofferbereich liegt jetzt nämlich eine alte Durian Frucht, von der keiner was weiß. Erst leise, dann aber immer lauter stinkt sie so vor sich hin. Der Verdacht fällt alsbald auf die arme Erika, die ganz hinten sitzt und sich an neu erworbenen Souvenirs erfreut. Entrüstet weist sie jedoch jede Schuld von sich. Auch kein anderer bekennt sich schuldig und unser Co-Pilot versteht kein Deutsch. Nur raus aus dem Bus, heißt die Devise am Hotel. Wir schnappen nach Luft sowie unserem Gepäck und siehe da, unschuldig schauen uns eine Durian und ein Co-Pilot an. - Am Strand genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen für heute. Der morgige Tag ist laut Programm ebenfalls dem Baden und der Sonne auf einer kleinen Insel nahe der Stadt Kota Kinabalu vorbehalten. - Das war also Borneo.

Ende meines Reiseberichtes von Malaysia - Borneo


 



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