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Pieseln muss natürlich auch ein Mongole. In der Weite der Landes stellt dies regelmäßig aber kein Problem dar. Man entfernt sich 100 m oder mehr von der Jurte, erledigt dort sein Geschäft und freut sich, wenn es dabei nicht zu kalt ist und auch keine Mücke die Gelegenheit wahrgenommen hat. Zufällig gesehen habe ich Nomaden bei dieser Tätigkeit jedoch nie. Ist eine ganze Gruppe Touristen unterwegs, kann es insbesondere für die weiblichen Teilnehmer schon etwas peinlich sein. Denn wo will man sich verstecken? Kein Baum, kein Strauch, kein Fels ist meist in Sicht. Man wandert deshalb in die Prärie und hofft dann irgendwo entfernt auf den Anstand der anderen. - Auf dem Naadam Fest ist sogar in der Steppe alles anders. Denn hier sind Plumpsklos mit erheblicher Tiefe eingerichtet. Man zahlt seinen kleinen Obulus, stellt drinnen die Füße möglichst auf trockenen Boden, achtet auf den recht schmalen Bretterspalt und versucht es auf die leise Tour, auch wenn es nebenan nicht gelingt. Kommt der Delinquent wieder raus, geht er - ohne nach links oder rechts oder gar den Wartenden in die Augen zu schauen - schnurstracks seines Weges davon mongolei mongolia la mongolie bilder reiseberichte reisebericht pics foto fotos photos wüste gobi desert |